Praktikum bei einer Bundesministerin

(Berlin) „Wie bist du denn da rangekommen?“, das hört Luise Hirsch (17) aus Tribsees häufig, wenn sie erzählt, wo sie ihr zweiwöchiges Schülerpraktikum absolviert hat: Im Deutschen Bundestag.

Im Büro von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks lernte die Schülerin das politische Berlin kennen und verschaffte sich einen Überblick über die unterschiedlichsten Bereiche im Politikbetrieb. So nahm Luise Hirsch zahlreiche Angebote des Praktikantenprogramms der SPD-Bundestagsfraktion wahr. Dazu zählten Führungen, Vorträge, Gesprächskreise oder Arbeitsgemeinschaften, die sich mit den unterschiedlichsten Politikfeldern befassten. Da jeder Themenbereich Vorwissen voraussetzt, musste sich die Schülerin des Gymnasiums Grimmen durch intensive Recherche auf die jeweiligen Sitzungen vorbereiten. Auch die Lektüre der verschiedenen täglich erscheinenden Pressespiegel bot ihr eine gute Grundlage, um die aktuellen politischen Debatten zu verfolgen.

Durch Führungen im Bundestag und im Willy-Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale, erfuhr Luise Hirsch viel über die Funktion wie auch die Geschichte des deutschen Parlamentarismus und der SPD. Auf der anderen Seite bekam sie durch Ausschuss- und Plenarsitzungen Einblicke in die Arbeit der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. In einem längeren Gespräch mit Barbara Hendricks nutzte die Grimmener Schülerin die Chance, auch persönliche Fragen zu stellen und mehr über den Alltag der SPD-Bundestagsabgeordneten und Ministerin zu erfahren. Hendricks war über das große Interesse der Schülerin sichtlich erfreut: „Ich freue mich, mit wieviel Begeisterung sich Luise in mein Büro eingebracht hat. Es ist immer toll, zu sehen, wenn sich junge Menschen engagieren und für Politik interessieren“, so die Ministerin.

Auch die tägliche Arbeit der Mitarbeiter der Abgeordneten wurde ihr nähergebracht: „Ich war überrascht, dass ich nicht nur Kopieren und Kaffeekochen sollte. Ehrlich gesagt habe ich das kein einziges Mal gemacht. Stattdessen wurde ich direkt ins Team integriert und habe viel gelernt“, sagte Luise Hirsch. So galt es, Bürgerbriefe oder Autogrammanfragen zu sichten und zu beantworten. All diese Vielfalt führte dazu, dass nie Langeweile aufkam, die Tage schnell vergingen und letzten Endes auch Luise Hirschs Praktikum im Deutschen Bundestag.