Das Jobcenter des Kreises Kleve erhält bis 2018 eine Förderung aus Bundesmitteln zur Integration von Langzeitarbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt. Mit insgesamt 1,8 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ werden seit Ende 2015 Menschen gefördert, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen besonderer Förderung bedürfen. Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve, lobt das Programm, da es die besondere Situation von Menschen mit gesundheitlichen Problemen berücksichtigt. „Gesundheitliche Einschränkungen können bei der Arbeitsmarktintegration ein gravierendes Hemmnis darstellen; umgekehrt kann auch das Fehlen von Arbeit zu einer Verschlechterung der Gesundheit führen. Daher ist es wichtig, Möglichkeiten zu schaffen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dies geschieht natürlich auch im Job“, so Bundesministerin Barbara Hendricks.

Bedarfsgemeinschaften mit Kindern sind unter dem Aspekt sozialer Teilhabe eine weitere wichtige Zielgruppe des Bundesprogrammes. Die Förderung erreicht hier nicht nur die Langzeitarbeitslosen selbst, sondern zugleich die im Haushalt lebenden Kinder, die erfahren, dass Beschäftigung eine wichtige Rolle im Leben spielt.

Gefördert werden Arbeitsverhältnisse, die zusätzlich und wettbewerbsneutral sind und im öffentlichen Interesse liegen. Die Förderung ist als Festbetragsfinanzierung ausgestaltet und beträgt bei 30 Stunden 1.320 Euro. Auch ein Einstieg in die geförderte Beschäftigung mit stufenweise erhöhter Anzahl der Wochenstunden ist möglich.
Geförderte Arbeitsverhältnisse allein reichen jedoch nicht aus, um den Menschen zu helfen. Es braucht zielgenaue Anstrengungen der Jobcenter für die individuellen Problemlagen der teilnehmenden Personen. Dazu gehören beispielsweise beschäftigungsbegleitende Aktivitäten, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu stabilisieren und ihre Chancen auf eine Beschäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern. Sinnvoll erscheinen auch Angebote, die soziale Problemlagen wie etwa Sucht- und Schuldenprobleme oder gesundheitliche Einschränkungen angehen.
Bei einer Laufzeit bis Ende 2018 stehen bundesweit für die Förderung von rund 15.000 Plätzen insgesamt bis zu 600 Millionen Euro zur Verfügung.