Der Wald hat viele Aufgaben: Erholungsort, Naturoase und Forst. Darüber und über weitere Herausforderungen tauschte sich die Bundesumweltministerin und Kreis Klever SPD-Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks mit Dr. Philipp Freiherr von Heereman (Vorstandsvorsitzender des NRW-Waldbauernverbandes) und Eduard Freiherr von Loe (Vertreter des NRW-Grundbesitzerverbandes) sowie dem Mitglied des Europäischen Parlamentes Karl-Heinz Florenz auf dem landwirtschaftlichen Betrieb Groß Opholt des Abgeordneten in Vluyn aus.

Foto: Lena Kamps

v. l .n. r.: Eduard Freiherr von Loe (Vertreter des NRW-Grundbesitzerverbandes), Barbara Hendricks (Bundesumweltministerin und Kreis Klever SPD-Bundestagsabgeordnete), Karl-Heinz Florenz (Mitglied des Europäischen Parlamentes), Dr. Philipp Freiherr Heereman (Vorstandsvorsitzender des NRW-Waldbauernverbandes) – Foto: Lena Kamps

Einigkeit bestand darin, dass sich in der zukünftigen Agrarpolitik einiges ändern muss. Die Ministerin stellte klar, dass eine Veränderung der EU-Agrarsubventionen weg von der Flächenförderung hin zu einer finanziellen Unterstützung für Naturschutz- und andere öffentliche Aufgaben der Landwirtschaft notwendig sei. Die Vertreter der Verbände bekannten sich im Gespräch klar zu ihrer gesellschaftlichen und umweltpolitischen Verantwortung, wünschten sich aber von der Politik verlässliche und zeitlich genau umrissene Bedingungen für Fördermaßnahmen und Projekte. Passend dazu brachten die Teilnehmer die Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-Naturschutzrichtlinie der Europäischen Union (kurz FFH-Richtlinie) vor Ort und das Management der Natura2000-Gebiete am Niederrhein ein.

Barbara Hendricks betonte: „Wir müssen als Politik gemeinsam mit allen Verbänden die in die Zukunft gerichteten Richtlinien, Visionen und Kriterien entwickeln. Nur wenn wir nach einem Diskurs Einigkeit erzielen und dabei uns unserer Verpflichtung und Aufgabe bewusst sind, können wir etwas für Mensch und Umwelt erreichen und zugleich die wirtschaftliche Basis der Land- und Forstwirtschaft sichern.“