Das Düngegesetz vom 9. Januar 2009 regelt insbesondere die Anforderungen an das Inverkehrbringen und die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen und Pflanzenhilfsmitteln. Das vorliegende Änderungsgesetz, das der Bundestag in dieser Woche abschließend beraten hat, enthält dringend notwendige Vorgaben zur Bilanzierung der Ein- und Ausgänge der beiden Pflanzennährstoffe Stickstoff und Phosphor. Mit diesen Vorgaben wird es endlich möglich sein, die landwirtschaftlichen Betriebe zu identifizieren, die zu viel düngen und diese zur Verantwortung zu ziehen. Zur Erleichterung dieser Aufgabe enthält das Düngegesetz Vorgaben zur Datenübermittlung zu den Überwachungsbehörden sowie weitere Bestimmungen, mit denen die Düngeverordnung angepasst werden kann. Jetzt sind die Länder gefordert, die neuen strengeren Regelungen auch umzusetzen. Erst nach zähem Ringen mit Landwirtschaftsminister Christian Schmidt konnte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks diese wichtige Kurskorrektur auf den Weg bringen.