In Kevelaer traf sich Barbara Hendricks mit Bürgermeister Dominik Pichler und Ulrich Hünerbein-Ahlers sowie Daniel Heinrichs vom Runden Tisch Flüchtlinge e.V. Im Zentrum des Gesprächs stand ein Austausch über die Situation geflüchteter Menschen in Kevelaer und die Herausforderungen, mit denen die Verwaltung, aber auch die Ehrenamtlichen, konfrontiert sind. So sei die Situation momentan entspannt; zu den zurzeit etwa 450 in Kevelaer lebenden Asylsuchenden kämen momentan nur wenige hinzu. „Mittelfristig ist es unser Ziel, große Unterkünfte wie das Sporthotel aufzulösen und die Menschen dezentral in Kevelaer unterzubringen. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Integration in das gesellschaftliche Leben der Stadt“, sagte Bürgermeister Dominik Pichler (SPD).

Ulrich Hünerbein-Ahlers wusste zu berichten, dass viele Neu-Kevelaerer mittlerweile Arbeit oder Ausbildungsplätze gefunden hätten. Dennoch sei der Runde Tisch Flüchtlinge e.V. nach wie vor auf der Suche nach Patinnen und Paten, die gerade den Familien einmal pro Woche beratend zur Seite stehen. „Hier können wir noch Unterstützung gebrauchen“, so Hünerbein-Ahlers.

Auch die Lage in der Ausländerbehörde des Kreises in Kleve kam zur Sprache. „Die Situation in der Ausländerbehörde ist nicht akzeptabel. Hier mit der Ausschreibung von zwei, noch dazu befristeten Stellen entgegen wirken zu wollen, wird nicht ausreichen. Es wird Zeit, dass der Kreis sich bewegt und tragfähige Lösungen vorschlägt“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete im Anschluss an das Gespräch.

Weitere Themen, wie der Lückenschluss der OW 1 und der Stand der Bebauungen auf der Hüls, wurden bei dieser Gelegenheit ebenfalls angesprochen.

(Bild: v.l.n.r.: Ulrich Hünerbein-Ahlers, Dr. Barbara Hendricks, Dr. Dominik Pichler, Daniel Heinrichs)