Bei Ehepaaren wird das zu versteuernde Einkommen zusammengerechnet und dann halbiert. Die Einkommensteuer wird auf den halben Betrag berechnet. Die so errechnete Einkommenssteuer wird dann verdoppelt. Weil in Deutschland höhere Einkommen nicht nur absolut, sondern auch prozentual höher besteuert werden (Progression), erhalten Ehepaare, die unterschiedlich hohe Einzeleinkommen erzielen, einen Vorteil. Sie haben mit demselben Einkommen einen niedrigeren Steuersatz, als die beiden Ehegatten jeweils als Einzelpersonen bezahlen müssten.

Typische Profiteure des Splittings: Alleinverdienerehe mit hohem Einkommen

Ehepaare, in denen die Partnereinkommen sehr unterschiedlich ausfallen, profitieren besonders vom Ehegattensplitting. Je höher der Einkommensunterschied ist, desto stärker wirkt sich das Splitting aus. Der größte Effekt wird erzielt, wenn ein Ehepartner arbeitet und der andere nicht. Dabei steigt der Splittingeffekt mit der Höhe des Einkommens. Typischerweise ist es die Ehefrau, deren Erwerbstätigkeit entmutigt wird. Es spielt keine Rolle, ob Kinder in der Ehe vorhanden sind oder nicht.
Hier finden Sie die Reformvorschläge der SPD: Kompaktinfo Ehegattensplitting