Am Freitag unterschrieben zehn Staaten auf dem G20-Treffen in St. Petersburg eine Erklärung, dass der Giftgaseinsatz in Syrien Konsequenzen haben müsse. Deutschland war nicht dabei. Am Samstag trafen sich die EU-Außenminister und formulierten eine ähnliche Erklärung. Nun war Deutschland dabei – und unterschrieb nachträglich auch noch die erste Feststellung.
Es entspricht Merkels Wahltaktik, sich so wenig wie möglich festzulegen. In der Außenpolitik macht sie sich und vor allem Deutschland damit aber lächerlich. Und für das Land ist es auch gefährlich, dass sie weder Richtung noch Überzeugungen hat. Denn niemand weiß, wie sie kurzfristig entscheidet, wenn die USA militärisch eingreifen sollten.
Führung sieht anders aus.