In ihrer Rede zum Tag der Arbeit in Bottrop betonte Barbara Hendricks den Stellenwert des Mindestlohnes von 8,50 €: “Es geht um die Würde von Millionen Kolleginnen und Kollegen. Es geht darum, dass die, die bei Nacht und Nebel Zeitungen austragen, die in Dampf und Dunst in der Küche stehen, dass die und viele andere Kolleginnen und Kollegen, die bisher für unanständig wenig Geld arbeiten mussten, endlich gezeigt bekommen: Arbeit ist was wert.” Sie erklärte weiter, dass gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt werden müsse.

Barbara Hendricks lobte die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst und in der chemischen Industrie kritisierte jedoch, dass der beste Tarifvertrag nichts nütze, wenn Arbeitgeber einfach aus der Tarifgemeinschaft aussteigen würden. Daher sieht sie hier dringenden Handlungsbedarf: “Im Koalitionsvertrag hat die SPD durchgesetzt, dass in Zukunft der Tarifvertrag leichter allgemeinverbindlich erklärt werden kann. Dadurch können sich Arbeitgeber in Zukunft guten Tarifabschlüssen nicht mehr entziehen. Und die Beschäftigten erhalten branchenweit endlich den Lohn, der ihnen laut Tarifvertrag zusteht.”

Weiter stellte Barbara Hendricks die Wichtigkeit der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren heraus: “Arbeit macht Spaß, aber Arbeit macht auch müde. Und wer 45 Jahre gearbeitet hat, wer 45 Jahre Beiträge gezahlt hat, der hat seinen Teil geleistet und geht nicht zu früh in Rente. Wir wollen dafür Sorge tragen, dass die Rente mit 63 zum 1. Juli kommt.”