16 Auszubildende des Theodor-Brauer-Hauses in Kleve waren am Montag auf Einladung der SPD-Abgeordneten Dr. Barbara Hendricks im Deutschen Bundestag.
Im Fraktionsvorstandssaal der SPD-Bundestagsfraktion konnten die angehenden Metallwerker und Konstruktionsfacharbeiter mit der Umweltministerin diskutieren. Den vielen Fragen – etwa wie man Abgeordnete wird oder wie lange man als Umweltministerin arbeiten muss – stellte sich Hendricks trotz vollen Terminkalenders geduldig. Dabei durfte auch ein kleiner Verweis auf die Geschichte nicht fehlen. So erklärte Hendricks, dass der Saal in dem man säße, nach Marie Juchacz benannt worden sei. Sie sprach am 19. Februar 1919 als erste Frau nach der Einführung des Frauenwahlrechts im Parlament. Aber auch tagespolitische Themen wurden besprochen. Vor allem beschäftigte die Auszubildenden die Krise in der Ukraine. Besonders gefreut hat sich die SPD-Abgeordnete über das Geschenk aus ihrem heimatlichen Wahlkreis. Als Demonstration ihres Könnens überreichten die Auszubildenden eine Metalllokomotive sowie weitere filigrane Arbeitsproben. Am Ende des Gesprächs appellierte Hendricks an die jungen Erwachsenen, am kommenden Sonntag von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und zur Europa- und Kommunalwahl zu gehen. „Diese Europawahl ist sehr wichtig, denn zum ersten Mal in der Geschichte der EU gibt es gemeinsame europäische Spitzenkandidaten der Parteien. Damit können die Bürgerinnen und Bürger erstmals darüber entscheiden, wer künftig der Kommissionspräsident sein wird.“