„Die Bundesregierung wird noch in 2014 die Zuschussförderung mit einem neuen KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ wieder einführen“, verkündete Bundesministerin Barbara Hendricks.„Die IG BAU Duisburg-Niederrhein liegt sehr richtig, wenn sie die Forderung nach mehr Seniorenwohnungen aufstellt.“

Aufgrund der demografischen Entwicklung nimmt der Anteil älterer Menschen stetig zu. So werde sich der Anteil der über 65-Jährigen bis 2030 auf 29 Prozent erhöhen, im Vergleich zu etwa 20 Prozent in 2008, erläuterte die Ministerin. „Damit ältere und behinderte Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können, ist eine Verbesserung des Angebots an altersgerechten Wohnungen, also barrierefrei oder wenigstens barrierearm, dringend erforderlich.“

Mit dem bis Ende 2011 befristeten KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ wurden für die altersgerechte Anpassung von Wohnungsbestand und Wohnumfeld zwar Investitionsanreize gesetzt, so Frau Hendricks, aber leider habe die schwarz-gelbe Vorgängerregierung das Programm trotz steigendem Bedarf auslaufen lassen. Immerhin hatte die KfW als Darlehensvariante ab 2012 ein Eigenmittelprogramm „Altersgerecht Umbauen“ aufgelegt. „Aber die neue Bundesregierung will die Schaffung von mehr generationengerechtem Wohnraum darüber hinaus unterstützen“, bekräftigte die Bundesbauministerin. „Der Bundestag hat durch die Verabschiedung des Haushalts jetzt ein neues Programm „Altersgerecht Umbauen“ aufgelegt.“ Dieses sei mit Investitionszuschüssen ausgestattet und solle das bestehende KfW-Darlehensprogramm ergänzen. Zusätzlich werde im CO2-Gebäudesanierungsprogramm bei Verknüpfung energetischer Maßnahmen mit altersgerechtem Umbau ein Förderbonus verankert. Die Förderung des altersgerechten Umbaus sei auch in das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz (sog. „Wohn-Riester“) aufgenommen worden, so Ministerin Hendricks weiter.

„Die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum wird auch in der sozialen Wohnraumförderung unterstützt“, betonte die Ministerin. Die Zuständigkeit dafür sei zwar im Zuge der Föderalismusreform auf die Länder übergegangen. Aber als Ausgleich für den Wegfall der zuvor gewährten Bundesfinanzhilfen erhielten die Länder bis 2019 vom Bund Kompensationsmittel in Höhe von jährlich 518 Mio. Euro. Die Mittel könnten je nach politischer Schwerpunktsetzung in den Ländern auch für den Neubau und die Modernisierung des Gebäudebestandes eingesetzt werden.

„Ich bin der IG BAU Duisburg-Niederrhein sehr dankbar, dass sie dieses wichtige Thema in die Öffentlichkeit getragen hat“, sagte die Bundesministerin und Bundestagsabgeordnete aus Kleve. „Altersgerechte Wohnungen sind eine zentrale Herausforderung in Deutschland insgesamt, aber auch im Kreis Kleve.“