Die Kreis Klever Bundestagsabgeordnete und Bauministerin Barbara Hendricks erklärte heute im Deutschen Bundestag, das Baugesetz zu ändern, um eine schnellere Unterbringung von Flüchtlingen zu ermöglichen. Künftig sollen Flüchtlingsunterkünfte auch dann im Innenbereich von Städten zugelassen werden können, wenn sie sich nicht in die nähere Umgebung einfügen. Das betrifft beispielsweise Büro- oder Geschäftsgebäude, die dann als Unterkünfte umgewidmet werden könnten. Zusätzlich soll die Unterbringung von Flüchtlingen auch auf solchen Flächen möglich sein, die unmittelbar an einen bebauten Ortsteil anschließen. Darüber hinaus sollen Flüchtlingsunterkünfte unter bestimmten Voraussetzungen auch in Gewerbegebieten errichtet werden können.

Hendricks hatte im vergangenen Jahr eine Unterkunft für Asylbewerber in Rees besucht. Seitdem führt sie regelmäßig Gespräche mit Kommunen und Organisationen, die Asylsuchende im Kreis Kleve betreuen. „Wir müssen den zahlreichen Flüchtlingen, die in ihrer schwersten Not unsere Hilfe brauchen, diese auch gewähren. Wir haben eine moralische Verantwortung und die besagt, dass wir Menschen, die in ihrem Heimatland verfolgt werden, Schutz gewähren. Sowohl bei uns im Kreis Kleve, als auch im Rest der Republik“, so Hendricks. Die Ministerin wird in zwei Wochen die Flüchtlingsunterkunft Via Stenden in Kerken besuchen, um sich erneut ein Bild von der Unterbringung der Asylsuchenden im Kreis Kleve zu machen. Auch dort wurden zahlreiche Menschen aus verschiedenen Krisenregionen aufgenommen. „Ich bin mir absolut bewusst, dass es für Kommunen alles andere als einfach ist, quasi über Nacht Flüchtlinge aufzunehmen und unterzubringen“, sagte Hendricks, betonte jedoch zugleich: „Ich kann und will dabei mithelfen, dass die Flüchtlinge schnell ein Dach über dem Kopf bekommen. Und ich möchte, dass wir sie so aufnehmen, dass sie hier angemessen und in Würde leben können.“