Im Rahmen des integrierten Handlungskonzeptes hat sich Geldern für die kommenden Jahre ein anspruchsvolles und über 8 Millionen schweres Programm zur Modernisierung der Innenstadt vorgenommen. Jörg Grahl, Bürgermeisterkandidat für Geldern, traf sich daher mit Bundesbauministerin Barbara Hendricks und Landratskandidat Jürgen Franken um die zahlreichen Projekte zu besprechen.

Barbara Hendricks zeigte sich nach dem Gespräch sichtlich zufrieden. „Ich freue mich nicht nur als Abgeordnete für den Kreis Kleve sondern natürlich auch als zuständige Ministerin über die ambitionierten Pläne Jörg Grahls und der Stadt. Geldern nutzt diese Phase des Umbaus, um weitere städtebaulich relevante Projekte zu realisieren und nimmt das Thema Stadtentwicklung sehr ernst.“

So laufen die Verhandlungen über die Nachfolgenutzung des Berufskollegs auf vollen Touren. Die mehr als 2.500 Schülerinnen und Schüler ziehen im nächsten Jahr in den Neubau des Kreises Kleve im Gelderner Nierspark um. Die ortsansässige Investorengruppe Janssen/Fleurkens/Schoofs schafft am alten Standort eine sichtbar gute Balance zwischen Neubauten und erhaltenswerten Teilen der bisherigen Schule.

Ein neuer Frischemarkt wird anstelle der bisherigen Schulwerkstätten das Zentrum der neuen Marke „Kapuziner Tor“ ausmachen, während auf der südlichen Seite die Bausubstanz lediglich modernisiert und energetisch optimiert werden soll.

Das historische Kleinod des Refektoriums wollen die neuen Hausherren der Stadt kostenfrei zur Verfügung stellen. Damit scheint die neue Heimat des historischen Vereins an einer der denkbar besten Adressen gesichert.

In den letzten Tagen zeichnet sich ein weiterer – nicht nur städtebaulicher – Glücksfall ab. Die Straßen Am Mühlenturm, Gelderstraße und Ostwall stehen seit längerem als markante Bereiche innerhalb des mit erheblichen öffentlichen Mitteln geförderten integrierten Handlungskonzeptes fest. Mitten in diesem Dreieck steht seit einigen Jahren das alte Finanzamt ungenutzt leer. Zeitweise schien der Abriss unausweichlich. Durch Vermittlung des gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten von SPD, Grünen, Linken und Piraten, Jörg Grahl, konnten Investoren zusammengeführt werden. Zu einem Konzept, bei dem statt eines Abrisses eine energetische und optische Revitalisierung stattfindet. Neben einem 40-Betten-Frühstückshotel wird im kompletten Erdgeschoss ein Hausärztezentrum entstehen. Der federführende Hausarzt, Dr. Arne Kleinstäuber, hatte die Idee, das im ländlichen Raum anderer Bundesländer bereits sehr erfolgreiche Konzept eines Hausärzte-Zentrums auf Geldern zu übertragen.

Eine bessere medizinische Versorgung in Geldern und die Nutzung des ehemaligen Finanzamtes wünscht sich auch Barbara Hendricks. „Natürlich sehe ich eine sinnvolle und zeitgemäße Sanierung eines erhaltenswerten Gebäudes allein aus ökologischer Sicht lieber als einen Abriss mitten in der Stadt“, so die Bundesumwelt- und bauministerin. „Noch mehr freut mich, dass dieses Konzept mit dem Ziel einhergeht, die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum künftig zu stabilisieren.“ Neben den Kostenvorteilen einer lockeren Kooperation zwischen freien niedergelassenen Ärzten überzeugt die SPD-Ministerin die These, dass nur über ein offenes Raumangebot junge Ärztinnen und Ärzte die Chance bekommen, zu Beginn ihrer beruflichen und familiären Lebensphase nicht sofort mit dem üblichen 50-60 Stunden Job starten zu müssen. „Das, was in Großstädten wegen des großen Angebotes schon üblich ist, kann auf diesem Wege in Geldern zum Vorbild für die Sicherung der Hausärzteversorgung einer Kleinstadt im ländlichen Raum werden“, bestätigt Barabara Hendricks die Gelderner Konzeptentwickler Jörg Grahl und Dr. Arne Kleinstäuber.

Auch Jürgen Franken, SPD-Landratskandidat für den Kreis Kleve, lobt die Initiative zur Nutzung des ehemaligen Finanzamtes. „Die Idee und das Konzept von Jörg Grahl sind nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig. In einem ländlichen Gebiet wie dem Kreis Kleve werden sich auf Dauer nicht in jeder kleineren Gemeinde Hausärzte niederlassen, so sehr ich mir das auch wünschen würde. Daher brauchen wir auch Hausarztzentren, die zentral gelegen und gut erreichbar sind, damit die medizinische Versorgung in einer immer älter werdenden Gesellschaft auch dauerhaft gesichert ist. Das soll aber keineswegs bedeuten, dass das Hausarztzentrum in Konkurrenz zu den Praxen in den kleineren Gemeinden stehen soll. Vielmehr eröffnen sich dadurch Chancen für Kooperationen mit den Kolleginnen und Kollegen in den Ortschaften, die auf diesem Wege z.B. Urlaubs- und Krankenvertretung oder den Notdienst geregelt bekommen. So z.B. auch, wenn junge Teilzeitkräfte bei Überlastung der Dorfärzte einspringen.“, unterstützt Jürgen Franken die Planung Grahls.