Barbara Hendricks traf sich mit Vertretern aus der Kommunalpolitik, der Stadtverwaltung Kleve und Interessengruppen, um die Möglichkeiten für den Erhalt der Schleuse Brienen zu erörtern. Dabei zeigte sie sich zuversichtlich, dass der Betrieb der Schleuse in Zukunft gewährleistet werden kann: „Die Verantwortung liegt beim Bund. Wenn er die Schleuse abgeben möchte, dann muss diese auch in einem guten Zustand hinterlassen werden. Spoykanal und Schleuse müssen vom Bund saniert werden“, so Hendricks.
Anfang des Jahres kam es zur Schließung der einzigen Verbindung zwischen Altrhein und Spoykanal, nachdem die Bundesanstalt für Wasserbau bestätigt hatte, dass der bauliche Zustand der Schleuse einen sicheren Betrieb nicht mehr gewährleistet. 2012 wurde sie noch für einen sechsstelligen Betrag für zwei Jahre betriebssicher gemacht und so vorerst eine Schließung abgewendet. Damals wurde von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes geschätzt, dass eine komplette Erneuerung 16 Mio. Euro kosten würde. Diese Kostenschätzung hält Barbara Hendricks allerdings für unrealistisch: „Wir brauchen eine tragfähige Kostenschätzung. Dafür muss ein neues Gutachten her. Sollte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung kein neues Gutachten in Auftrag geben, müsse die Stadt Kleve selbst aktiv werden“, so Hendricks.
Wegen mangelnden Wasseraustauschs kam es zu vermehrter Algenbildung in Spoy und Kermisdahl. Die Schließung stellt aber auch Schiffsbesitzer, Werften sowie Vereine und Freizeitveranstalter vor Probleme. „In den kommenden Wochen, wenn viele Schiffsbesitzer in ihr Winterlager fahren, muss eine einmalige Schleusung ermöglicht werden.“