Auf dem traditionellen Bauerntag in der Wasserburg Rindern hielt Barbara Hendricks einen Vortrag über ihre Rolle beim Weltklimagipfel in Paris 2015. Sie setzte außerdem einen besonderen Akzent auf die Einhaltung einer ökologisch vertretbaren Arbeitsweise des Nachwuchses der Kreislandwirte.

Im Verlauf des Vortrages kristallisierte sich heraus welch historischen Wert der Klimavertrag in sich trägt. Bekanntlich haben sich Ende 2015 in Paris alle 195 Staaten der Erde dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass in diesem Jahrhundert die Temperatur auf der Erde um weniger als zwei Grad ansteigt. Einige Länder, darunter Deutschland, peilen sogar an mit 1,5 Grad auszukommen. Denn die Erderwärmung, da sind sich die Forscher einig, führt zu Klimakatastrophen, unter denen schon jetzt insbesondere Regionen auf der Südhalbkugel der Erde leiden. Seit die Schwellenländer sich viel schneller als noch vor 20 Jahren entwickeln (etwa China), produzieren auch sie in riesigem Umfang Treibhausgase. Sie alle haben zugesichert, regenerative Energien auszubauen und immer weniger fossile Brennstoffe zu nutzen. Hierbei ist die Transparenz und die selbstaufgelegte Kontrolle bei der Erreichung der Ziele sehr wichtig.
Der Leiter des katholischen Bildungszentrums, Dr. Kurt Kreiten sowie die Mitveranstalter der Landvolkbewegung begrüßten die sogenannte „Öko-Klasse“ von „Haus Riswick“, die Fachlehrer und die Kreislandwirte Heinz Lax und Josef Peters. Kreiten freute sich insbesondere über die angeregte Diskussion. Dabei wurden auch kontroverse Fragen wie der stärkere Flächenbezug bei der Milchviehhaltung diskutiert. Das bedeutet, dass ein Landwirt nur dann mehr Kühe halten kann, wenn er auch mehr Fläche besitzt.
Am Ende war man sich jedoch einig: Die detaillierten Schilderungen von Hendricks über die Pariser Konferenz und ihre persönlichen Begegnungen mit den Außenministern aus den kleinsten Ländern der Erde gaben einen sehr spannenden Einblick in die Welt der „großen Politik“.