Nach langem Ringen wurde endlich ein Durchbruch bei der Betuwe-Sicherheit erzielt. In Rees verkündeten Barbara Hendricks, Ronald Pofalla von der Deutschen Bahn und NRW-Verkehrsminister Mike Groschek, dass sich Land, Bahn und Kommunen über ein Sicherheitskonzept einigen konnten. „Nur durch die enge Einbindung der Feuerwehren entlang der Betuwe-Linie ist es gelungen, die größtmögliche Sicherheit für die Anwohnerinnen und Anwohner herzustellen. Die Forderungen der Feuerwehren waren vielfältig aber berechtigt. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, so Barbara Hendricks.

Hendricks und Pofalla stellten ein ganzheitliches Rettungskonzept für die Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen vor. An dem Gespräch nahmen auch Vertreter der Feuerwehren, die Bürgermeister der betroffenen Kommunen und der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Wesel, Ulrich Krüger, teil. Die getroffene Vereinbarung enthält hauptsächlich zwei Aspekte: Zum einen wurde die Löschwasserversorgung entlang der Strecke thematisiert. Diese soll unter anderem durch die Stationierung von vier Spezialfahrzeugen, die mit hochleistungsfähige Pumpen ausgestattet sind, gewährleistet werden. Der zweite Teil der Vereinbarungen beinhaltet die Zugänge an der Strecke. Ursprünglich waren diese nur alle 1000 Meter vorgesehen. Nach Kritik der Feuerwehr und aus der Politik, ist jetzt die Errichtung von insgesamt 291 Zugänge geplant, die es durchschnittlich alle 250 Meter geben wird. Auf diese Weise kann garantiert werden, dass Einsatzkräfte im Unglücksfall zügig zu den Gleisen gelangen. Das vorliegende Rettungskonzept wird nun ebenfalls von der Feuerwehr mitgetragen und sorgt auf diese Weise auch für mehr Akzeptanz in der Bevölkerung. Das Konzept wird mit 10,5 Millionen Euro aus dem Gesamtfinanzierungsanteil des Landes NRW finanziert.