Per Dekret wies Donald Trump die US-amerikanische Umweltbehörde EPA an, mit einem neuen Energiekonzept die amerikanische Kohlebranche zu stärken und so die Klimaschutz-Politik seines Amtsvorgängers Barak Obama rückgängig zu machen, auszusetzen oder zur Überprüfung auszuschreiben. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks verurteilt dies scharf: „Wer jetzt versucht, den Rückwärtsgang einzulegen, schadet nur sich selbst im internationalen Wettbewerb. Eine ehrgeizige Klimapolitik liegt im ureigensten Interesse der Vereinigten Staaten. Der technologische und ökonomische Wandel lässt sich nicht aufhalten.“

Trump hatte zu Beginn dieser Woche eine Verordnung unterzeichnet, welche die Klimapolitik seines Vorgängers in zentralen Punkten konterkariert. Der Erlass richtet sich hauptsächlich gegen das Kernstück von Obamas Klimapolitik – den “Clean Power Plan” aus dem Jahr 2015. Damit sollten erstmals verbindliche Ziele für eine deutliche Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen im Energiesektor vorgeschrieben werden. Bis 2030 sollte der Kohlendioxidausstoß von Kraftwerken um 32 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 gesenkt werden. Gelingen sollte dies durch die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien anstelle fossiler Brennstoffe. Allerdings trat der Plan aufgrund juristischer Widerstände mehrerer US-Bundestaaten nie in Kraft. Ein Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015 findet in dem Erlass keine Erwähnung. „Trumps Energiepolitik kann den Klimaschutz nicht stoppen. Die USA sind wichtig, aber diese weltweite Entwicklung lässt sich nicht mehr zurückdrehen”, kommentierte Barbara Hendricks. Die Vereinigten Staaten sind schon heute stark von Auswirkungen des Klimawandels wie Hurrikans und Dürren betroffen.