Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ist in der vergangenen Woche zu politischen Gesprächen nach Costa Rica gereist. Sie folgt einer Einladung des costa-ricanischen Umweltministers Edgar Gutierrèz. Im Mittelpunkt der viertägigen Reise standen Gespräche mit Mitgliedern der Regierung und dem Präsidenten des mittelamerikanischen Landes. Dabei ging es vorrangig um die Partnerschaft beider Länder bei der Umsetzung des nationalen Klimaschutzbeitrags (NDC) von Costa Rica sowie um den Schutz und Wiederaufbau von Wäldern im Rahmen der “Bonn Challenge”. Darüber hinaus hat Hendricks zwei Klimaschutzprojekte besucht, die aus Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des BMUB gefördert werden.

Im Gespräch mit ihrem Amtskollegen Edgar Gutiérrez ging es um den Schutz der Ozonschicht und das weitere Absenken des Ausstoßes fluorierter Kohlenwasserstoffe. In einer gemeinsamen Erklärung, die Hendricks und Gutiérrez unterzeichneten, haben beide Länder ihre Absicht bekräftigt, ihre gemeinsamen internationalen Anstrengungen für den Klimaschutz auszubauen und die bilateralen Beziehungen im Bereich Arten- und Umweltschutz zu festigen.

Deutschland unterstützt Costa Rica bei dem Ziel, die Treibhausgasemissionen des Landes in allen relevanten Sektoren zu senken und bis 2021 klimaneutral zu sein. So fördert das Bundesumweltministerium am Nationalen Kaffeeinstitut ICAFE ein Projekt zur weltweit ersten klimaneutralen Herstellung von Kaffee. In Jicaral auf der Halbinsel Nicoya will das Land mit deutscher Hilfe im Rahmen der nationalen Biodiversitätsstrategie 2015 bis 2025 einen Biotopverbund zum Erhalt der Biodiversität und ihrer nachhaltigen Nutzung schaffen.

Hendricks: “Ich begrüße den nationalen sowie internationalen Einsatz Costa Ricas für den Schutz der Artenvielfalt sehr. Das Land verfügt über wertvolle Mangroven- und Trockenwälder, deren Schutz eine hohe Bedeutung hat. Nicht nur in Bezug auf den Erhalt der Artenvielfalt, sondern auch im Hinblick auf emissionsarme Energieversorgung und den Erhalt und Aufbau seiner Wälder hat Costa Rica große Fortschritte erzielt.”