Mit besonderer Besorgnis schaut die Welt in diesen Tagen auf Syrien. Die massiven Angriffe des syrischen Regimes auf 400.000 Menschen in der Stadt Ost-Ghouta sind entsetzlich und menschenverachtend. Der UN-Generalsekretär hat das Morden und Sterben in Ost-Ghouta völlig zu Recht eine „Hölle auf Erden“ genannt. Endlich hat der UNO-Sicherheitsrat nach zähen Verhandlungen nun eine Resolution verabschiedet, mit der eine Feuerpause erreicht werden soll. Nun muss diese UNO-Resolution zügig und ohne Wenn und Aber umgesetzt werden. Leider mussten wir am Wochenende feststellen, dass dies immer noch nicht der Fall ist. Insbesondere Russland hat durch seine taktische Verzögerung dazu beigetragen, dass tagelang im Sicherheitsrat verhandelt werden musste – anstatt schnell zu entscheiden. Jetzt geht es vor allem darum, rasch der verzweifelten und notleidenden Bevölkerung dringend benötigte humanitäre Hilfsgüter und Medikamente zu liefern. Russland muss endlich auf seinen Verbündeten Assad einwirken, dass dessen verbrecherische Angriffe auf die eigene Bevölkerung unverzüglich gestoppt werden. Der vermeintliche Kampf gegen den Terrorismus darf nicht als Argument für die weitergehende Bombardierung von Zivilisten missbraucht werden. Wichtig ist und bleibt eine politische Lösung dieses grausamen Krieges. Hier kommt den Vereinten Nationen die entscheidende Rolle zu.