Barbara Hendricks besuchte gemeinsam mit dem SPD-Kreisvorsitzenden Norbert Killewald und weiteren Parteifreunden in dieser Woche die Tagespflege der Caritas in Geldern. Dort informierten sich die Politiker nicht nur über dieses erfolgreiche neue Angebot der Caritas, sondern diskutierten auch mit Caritas-Vorstand Andreas Becker und Bereichsleiterin Regina Schüren über Lösungsmöglichkeiten, um dem Fachkräftemangel – insbesondere in der Pflege – zu begegnen. „Um mehr Menschen für die soziale Arbeit bei der Caritas zu gewinnen, verzichten wir ab sofort auf sachgrundlose Befristungen”, berichtete Andreas Becker. Das heißt: Neue Mitarbeitende erhalten sofort einen unbefristeten Arbeitsvertrag – mit Ausnahme von z.B. Schwangerschaftsvertretungen oder Projektmitarbeitenden. „Damit bieten wir den Menschen möglichst viel Sicherheit für ihre berufliche und private Lebensplanung”, so Becker. Diese Maßnahme begrüßte Barbara Hendricks ausdrücklich. Auch sie habe als Bundesumweltministerin den Verzicht auf sachgrundlose Befristungen in ihrem Ministerium und allen dazugehörigen Bundesbehörden durchgesetzt.

Caritas-Bereichsleiterin Regina Schüren berichtete zudem von der Aktion “Bei Anruf… Ausbildung!”, die ebenfalls einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in der Pflege leiste. Mit dem Versprechen, jedem, der sich telefonisch meldet und die schulischen Mindestanforderungen mitbringt, einen Ausbildungsplatz in der Pflege anzubieten, habe die Caritas innerhalb weniger Tage bereits zehn zusätzliche Pflege-Azubis gewinnen können. 20 weitere Termine mit Interessenten stehen noch aus. “Das ist wirklich eine hervorragende Initiative”, so Barbara Hendricks. “Es kommt eben auf die richtige Ansprache an.”

Damit Pflegekräfte auch langfristig diese nicht immer leichte Arbeit machen können und wollen, sei aber noch mehr nötig, so die Caritas-Vertreter. “Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitenden müssen deshalb direkt und vollständig refinanzierbar sein, etwa über die Pflegesätze”, formulierte Caritas-Vorstand Andreas Becker eine Forderung an die Politiker. Bisher müsse die Caritas solche Maßnahmen in großem Umfang aus Eigenmitteln des Verbandes oder des Bistums finanzieren.

Beim abschließenden Rundgang durch die Räumlichkeiten der Tagespflege berichtete Einrichtungsleiterin Monika Laumann den SPD-Politikerinnen und Politikern über die vielfältigen Möglichkeiten, wie hier täglich bis zu 20 Tagesgäste Gemeinschaft und neue Lebensqualität erfahren.