Diese Woche hat der Deutsche Bundestag in erster Lesung die Umsetzung einer EU-Richtlinie beraten, die eine europaweite Öffnung der nationalen Schienennetze für ausländische Eisenbahnunternehmen vorsieht. Mit der Umsetzung der Richtlinie (EU)2016/2370 vom 14. Dezember 2016 zur Öffnung des Marktes für inländische Schienenpersonenverkehrsdienste und der Verwaltung der Eisenbahninfrastruktur werden die Voraussetzungen geschaffen, dass es zukünftig auch im rein inländischen Verkehr Angebote von Eisenbahnunternehmen mit Sitz im Ausland geben kann. Bislang war dies bereits bei grenzüberschreitenden Beförderungsangeboten möglich. Weitere Änderungen betreffen Regelungen des Eisenbahnregulierungsgesetzes (ERegG) und des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG), die ebenfalls Gegenstand der Diskussion in den beteiligten Ausschüssen, wie z. B. dem Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, sein werden.