Die Digitalisierung bietet erhebliche Chancen für eine bessere Gesundheitsversorgung. So können mit digitalen Technologien Erkrankungen besser erkannt, behandelt und die Auswirkungen von Verletzungen oder Behinderungen gelindert werden. Zudem kann die Digitalisierung einen Beitrag zur Fortentwicklung einer qualitativ hochwertigen Versorgung leisten.

Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) werden rechtliche Grundlagen geschaffen, damit Ärztinnen und Ärzte digitale Gesundheitsanwendungen wie etwa Apps oder webbasierte Anwendungen verschreiben können. Sektorengrenzen werden durch die Ausweitung des Umfangs von bisher auf die Röntgendiagnostik beschränkten Telekonsilen überwunden. Zugleich wird es Versicherten erleichtert, Angebote für Online-Sprechstunden zu finden. Mit dem DVG wird auch sichergestellt, dass die Versicherten von der fortgesetzten Förderung von innovativen Versorgungskonzepten profitieren. Dazu wird die Rolle der Krankenkassen gestärkt. Diese können zukünftig auf rechtlich sicherer Grundlage den Bedarf der Versicherten analysieren, die Entwicklungen von Innovationen fördern und ihren Versicherten auf deren ausdrücklichen Wunsch hin innovative Versorgungsangebote anbieten.

Der Innovationsfonds wird um fünf Jahre mit 200 Millionen Euro jährlich verlängert. Zudem wird dafür gesorgt, dass erfolgreich erprobte Versorgungsansätze schnell allen Versicherten zugänglich gemacht werden. Nachdem die Gesundheitsversorgung künftig noch stärker auf Daten angewiesen sein wird, soll die Forschung leichter auf Daten zurückgreifen können, die bei den Krankenkassen zur Abrechnung von Versorgungsleistungen vorliegen.

Apotheken und Krankenhäuser werden verpflichtet, Hebammen und Entbindungspflegern, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten und Pflegeeinrichtungen wird es ermöglicht, sich an die Telematikinfrastruktur anzubinden. Damit werden die technischen Voraussetzungen für die sichere Nutzung verschiedenster digitaler Angebote geschaffen. Zusätzlich wird dafür gesorgt, dass papierbasierte Vorgänge und unsichere Übertragungswege zum Auslaufmodell werden.