Wer in Zeiten steigender Mieten günstigen Wohnraum zur Verfügung stellt, sollte besonders unterstützt werden. Außerdem sorgen wir dafür, dass es zukünftig bei der Grunderwerbsteuer gerechter zugeht. Unter der Bezeichnung „Wohnen für Hilfe‘‘ haben sich in den letzten Jahren Wohnmodelle etabliert, in denen etwa Ältere, die in einer relativ großen Wohnung leben, Jüngeren (häufig Studierenden) ein Zimmer zur Verfügung stellen. Statt Miete zu zahlen leisten die jungen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner Hilfe im Alltag. Bisher war es so, dass dabei für beide Seiten Steuern anfielen (Einkünfte aus Vermietung einerseits sowie Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit andererseits). Diese finanziellen und bürokratischen Hürden schaffen wir ab, die „Wohnen für Hilfe‘‘-Konstellation wird steuerfrei.

Außerdem wird es Verbesserungen beim vergünstigten Wohnraum für Beschäftigte geben, denn wer seinen Beschäftigten günstigen Wohnraum zur Verfügung stellt, leisten einen wichtigen Beitrag gegen knappen Wohnraum und steigende Mieten. Bisher müssen Beschäftigte den finanziellen Vorteil gegenüber der ortsüblichen Miete jedoch versteuern. Das verringert den eigentlich gewünschten Effekt, insbesondere da die ortsübliche Vergleichsmiete in den letzten Jahren vielerorts deutlich gestiegen ist. Deshalb werden wir für die Berechnung des steuerlichen Vorteils einen Abschlag einführen. Im Ergebnis müssen damit Beschäftigte, die mindestens zwei Drittel der ortsüblichen Vergleichsmiete zahlen, den finanziellen Vorteil nicht mehr versteuern. Da wir mit dieser Regelung allerdings nicht die Anmietung von Luxuswohnungen fördern wollen, gilt der Abschlag nur bis zu einer ortsüblichen Vergleichsmiete von 20 Euro/qm (kalt).