Im Rahmen des „Sommers der Begegnung“ der Kreis Klever SPD besuchte die Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion Jürgen Franken und zahlreichen Mitgliedern des Ortsvereins Geldern den neuen Standort der heilpädagogisch-therapeutischen Praxis Apfelbaum in Geldern-Walbeck. 

Leiterin Petra Schumacher und ihr engagiertes Team führten die Besucher zunächst durch die lichtdurchfluteten Räume der Praxis, die erst im Mai dieses Jahres eröffnet worden war. An den verschiedenen Stationen erläuterte die Heilpädagogin ihr Konzept: Kinder, Jugendliche und Familien mit besonderen Bedarfen zu begleiten und zu fördern mit dem Ziel, die Selbstständigkeit zu fördern. Das Angebotsspektrum ist dabei groß:  Von der heilpädagogischen Früh- und Entwicklungsförderung über verhaltens- und lerntherapeutische Maßnahmen, AD(H)S- und autismusspezifische Therapien bis hin zu speziellen eltern- und familienbezogenen Leistungen deckt die Praxis Apfelbaum nahezu jeden Bereich und alle Altersstufen ab. Besonders ausführlich berichteten Petra Schumacher und ihre Mitarbeiter/innen über das Kinder-Interaktions-Modell (KIM), ein inklusionstherapeutisches Konzept in Zusammenarbeit mit Schulen und dem Elternhaus, das sich überwiegend an Kinder im Grundschulalter mit besonderen Lebens- und Lernerschwernissen richtet und in Zusammenarbeit mit dem Kreis Kleve und den Stadtjugendämtern erfolgreich umgesetzt wird.

Petra Schumacher betonte, dass es nicht möglich sei, Besonderheiten „wegzutherapieren“ – dies sei nicht das Ziel der therapeutischen Arbeit. „Unsere Aufgabe ist es, die Ressourcen eines jeden einzelnen Patienten zu erkennen und innerhalb dieser Möglichkeiten Werkzeuge in die Hand zu geben, die das bestmögliche Entwicklungspotential fördern und somit eine größtmögliche Selbstständigkeit  ermöglichen“, erläuterte sie. Gleichzeitig bedauerte sie, dass die Öffentlichkeit trotz einiger Fortschritte in den letzten Jahren immer noch nicht ausreichend informiert sei. “Kinder mit speziellen Bedarfen gelten immer noch zu häufig als schlecht erzogen, als schlecht händelbar. Die Folge ist oft soziale Ausgrenzung, was die Schwierigkeiten noch weiter verschärft.“ Aufklärung und Information sei wichtig, um die notwendige Sensibilität zu entwickeln um frühzeitig zu erkennen, wann Hilfe benötigt wird. Barbara Hendricks zeigte sich beeindruckt von dem breitgefächerten Angebot der Praxis und den Erfolgen, auf die Petra Schumacher und ihr Team aus 33 festangestellten Fachkräften verweisen können. „Die Arbeit, die hier geleistet wird, zeigt einmal mehr, dass bei körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen häufig durch frühzeitige Intervention dabei geholfen werden kann, ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Selbstbestimmung zu ermöglichen.“