Kürzlich erwarteten die Klassen 10a und 10e der Gesamtschule Mittelkreis den Besuch der Kreis Klever SPD-Bundestagsabgeordneten und ehemalige Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks, die sich angekündigt hatte um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Bereits vor den Herbstferien hatten die Schülerinnen und Schüler auf ihrer Abschlussfahrt nach Berlin den Bundestag besucht, um sich einmal aus der Nähe anzuschauen, wie und wo eine Bundestagsabgeordnete arbeitet. Da die gebürtige Kleverin Hendricks jedoch leider wegen wichtiger anderer Termine verhindert war, erfolgte nun der Gegenbesuch in Goch.

Zunächst wirkte es noch so, als seien die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler von ihrem prominenten Gast ein wenig eingeschüchtert, denn auf Fragen bezüglich des Besuchs in Berlin reagierten sie eher zurückhaltend. Dann entwickelte sich jedoch nach und nach eine angeregte Diskussion: Als ein Schüler wissen wollte, wie sich Hendricks zur aktuellen Debatte um den Klimawandel positioniere, machte die Bundestagsabgeordnete zunächst deutlich, dass sie Deutschland im Bereich Klimaschutz und erneuerbare Energien in einer Vorreiterrolle, aber auch in einer besonderen Verantwortung sehe. Anschließend ging es zum Beispiel um Deutschlands Energiepolitik und die Frage, welche Rolle die Atomkraft in Zukunft spielen könne. Greta Thunberg und die „Fridays for Future“-Bewegung kamen natürlich ebenfalls zur Sprache. Besonders spannend wurde es dann, als sich Hendricks mit einem Schüler austauschte, dessen Eltern selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb leiten. Dabei wurden durchaus verschiedene Auffassungen bezüglich der Rolle und der Verantwortung der Landwirtschaft deutlich. Zum Abschluss des Gespräches lenkte Hendricks den Blick noch einmal weg von der Politik und fragte nach den Zukunftsplänen der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Dabei verwies sie auf den Stellenwert eines guten Abschlusszeugnisses. Hendricks redete allen ins Gewissen, die sich über ihren weiteren Lebensweg noch keine genaueren Gedanken gemacht hatten und forderte dazu auf, die bestehenden Beratungsangebote der Schule und der Agentur für Arbeit wahrzunehmen – ein Appell ganz im Sinne der Studien- und Berufsorientierung, die an der Gesamtschule Mittelkreis großgeschrieben wird.