Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und eine immer wichtiger werdende Ressource. Besonders in der sich rasch ändernden Welt bieten Kenntnisse anderer Kulturen und Sprachen Orientierung und eröffnen private und berufliche Chancen.

In dieser Hinsicht haben die Deutschen Auslandsschulen eine wichtige Funktion: die über 80.000 Schülerinnen und Schüler, die zurzeit die Deutschen Auslandsschulen besuchen, bauen eine dauerhafte kulturelle Bindung zu unserem Land auf. Im Rahmen des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes sind sie außerdem in besonderem Maße qualifiziert, an deutschen Hochschulen zu studieren, eine duale Berufsausbildung zu absolvieren sowie einen Teil oder das gesamte Berufsleben bei uns zu verbringen.

Mit dem gemeinsamen Antrag der Bundestagsfraktionen der SPD und der CDU/CSU, den wir diese Woche im Bundestag beraten und beschlossen haben, setzen wir ein Zeichen für die weitere Stärkung des Deutschen Auslandsschulwesens. Wir begrüßen, dass das Auswärtige Amt das Auslandsschulgesetz noch in diesem Jahr evaluieren und auf Verbesserungsmöglichkeiten, besonders für die Lehrkräfte vor Ort, überprüfen soll. Unter anderem fordern wir die Bundesregierung auf, dort wo es noch Lücken gibt, lokale private Initiativen zur Gründung einer Deutschen Auslandsschule wirksam zu unterstützen. Damit der Zugang zu Deutschen Auslandsschulen keine Frage des Einkommens ist, sollte das Schulgeld bei Bedürftigkeit durch Stipendien oder anderweitige Förderungen übernommen werden können.