Die Bundesregierung hat am 16. April den allgemeinen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard („Corona-Arbeitsschutzstandard“) veröffentlicht:

https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Schwerpunkte/sars-cov-2-arbeitsschutzstandard.pdf

Damit werden die notwendigen Anforderungen an den Arbeitsschutz in Zeiten der Corona-Krise konkret formuliert. Denn in den nächsten Wochen wird eine wachsende Zahl an Menschen an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, wenngleich damit längst noch keine Rückkehr zur Normalität verbunden ist.


Sicherheit und Gesundheitsschutz haben angesichts der Pandemie unverändert maximale Priorität – im gesamten öffentlichen Leben und natürlich auch in den Betrieben. Wer in diesen besonderen Zeiten arbeitet, braucht auch besonderen Schutz. Mit dem Corona-Arbeitsschutzstandard wird dafür Sorge getragen, dass Beschäftigte bundesweit nach einheitlichen Kriterien geschützt werden. Gleichzeitig wird den Unternehmen Rechts- und Handlungssicherheit gegeben, denn sie sind für den Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. Der Corona-Arbeitsschutzstandard sieht technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen vor, die von den Betrieben umzusetzen sind.


Es geht um Hygieneregeln, Abstandsgebote und Kontaktregeln, zum Beispiel beim Umgang mit Arbeitsmitteln und Arbeitskleidung, bei der Arbeitsplatzgestaltung, in den Kantinen, Sanitär- und Pausenräumen, auf Baustellen und in der Landwirtschaft, für Außen- und Lieferdienste, in Sammelunterkünften und für Büroarbeiten, die nach wie vor – soweit möglich – aus dem Homeoffice erledigt werden soll. So gilt etwas künftig der Grundsatz, dass Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verfügung gestellt und getragen werden sollen, wenn der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann. Bei Publikumsverkehr sind transparente Abtrennungen zu errichten. Auch gibt es klare Handlungsanweisungen zur Aufklärung und Kommunikation rund um den Infektionsschutz im Betrieb sowie für den Umgang mit Risikogruppen und Verdachtsfällen.