Die Allianz für Aus- und Weiterbildung hat sich in einer gemeinsamen Erklärung auf Maßnahmen zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes infolge der Corona-Pandemie geeinigt. Dies berichtet Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve. „Es ist bislang kaum abzusehen, welche Folgen die Krise für den Ausbildungsmarkt haben wird. Umso wichtiger ist es, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, damit die berufliche Zukunft zahlloser junger Menschen nicht in Gefahr gerät“, so die Abgeordnete.


Die Allianz, bestehend aus Vertreter*innen von Bund, Ländern, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften, hat sich darauf verständigt, die negativen Auswirkungen der Pandemie auf den Ausbildungsmarkt abzufedern, indem Betriebe bei der Erhaltung von Ausbildungsplätzen unterstützt werden und auch das Vertrauen der Auszubildenden in ihre Berufsausbildung gestärkt wird.

Der zentrale Baustein sind dabei die Hilfsprogramme, die von Bund und Ländern zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie aufgelegt wurden, um den Fortbestand vieler Unternehmen zu sichern. Dies sei die Grundvoraussetzung, um eine ordnungsgemäße Ausbildung gewährleisten zu können. Sollten Ausbildungen dennoch pandemiebedingt nicht abgeschlossen werden können, wird eine Fortführung in einem anderen Betrieb oder aber bei überbetrieblichen Bildungsträgern durch die Allianzpartner ermöglicht.


Des Weiteren werden Ausbildungsbetriebe, die zusätzliche Auszubildende von insolventen Unternehmen übernehmen, bis zum Jahresende mit einer Übernahmeprämie unterstützt. Darüber hinaus wird für das neue Ausbildungsjahr 2020/2021 ein flexibler Einsatz von Formaten der Verbund- und Auftragsausbildung ermöglicht.
Von großer Bedeutung ist, dass alle Ausbildungsbetriebe, die die Ausbildungen in bisherigem Maß fortführen, je neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag 2.000 Euro erhalten. Erhöht der Betrieb seine Ausbildungsanstrengungen, steigt die Prämie auf 3.000 Euro je abgeschlossenem Vertrag.


„Ich bin dankbar, dass aufgrund des nachdrücklichen Drängens der SPD die Allianz für Aus- und Weiterbildung aktiviert wurde, um die drängenden Fragen zur Bewältigung der Pandemiefolgen zu klären. Wenn wir zulassen, dass Ausbildungsverhältnisse unter- oder gar abgebrochen werden müssen oder gar nicht erst eingegangen werden können, hat dies nicht nur Folgen für die einzelnen Betroffenen, sondern mittelfristig auch für die Fachkräftebasis in diesem Land. Umso wichtiger ist es, dass nun gemeinsam an einem Strang gezogen wird, um Lage zu stabilisieren“, so Barbara Hendricks abschließend.