Wenn berufstätige Eltern nicht zur Arbeit gehen können, weil die Einrichtung, in der ihr Kind betreut wird, aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen wurde, haben sie einen Anspruch auf Lohnfortzahlung durch ihren Arbeitgeber – im Falle von Eltern von Kindern mit Behinderungen auch über die Vollendung des 12. Lebensjahres hinaus. Über diesen Beschluss des Bundeskabinetts berichtet Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve.


Den Anspruch auf Entgeltfortzahlung in der Höhe von 67 % des Nettolohns haben grundsätzlich alle Eltern in dieser Situation, jedoch nur, wenn das betroffene Kind unter 12 Jahre alt ist. Dass sich für Eltern von Kindern mit Behinderungen nun der Anspruch verlängert, ist ihrer besonderen Situation geschuldet. Der Anspruch gilt für 20 Wochen für Alleinerziehende oder zweimal zehn Wochen für beide Elternteile.


„Menschen mit Behinderungen sind von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in ganz besonderem Maße betroffen, weshalb wir ihnen und ihren Angehörigen so schnell, einfach und unbürokratisch wie möglich helfen wollen. Mit der Verlängerung der Entgeltfortzahlung über das 12. Lebensjahr des Kindes hinaus werden die Familien spürbar entlastet“, so Barbara Hendricks.


Die Entgeltfortzahlung durch die Arbeitgeber bekommen diese aus Bundesmitteln erstattet.