Seit Jahresanfang können Einrichtungen der Behindertenhilfe, Inklusionsbetriebe, Sozialkaufhäuser und gemeinnützige Sozialunternehmen zusätzliche Zuschüsse aus dem Corona-Teilhabe-Fonds beantragen. Der Deutsche Bundestag hat beschlossen, diesen Einrichtungen 100 Millionen Euro zur Bewältigung der Corona-Pandemie zur Verfügung zu stellen. Viele Inklusionsbetriebe und Einrichtungen der Behindertenhilfe sind genauso von Umsatzeinbußen betroffen wie andere Betriebe, können aber unter anderem aufgrund ihres Gemeinnützigkeitsstatus nur eingeschränkt von Darlehen und Überbrückungshilfen profitieren. Mit dem Corona-Teilhabe-Fonds können diese Einnahmeeinbußen ausgeglichen werden.

Die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen hängt oftmals von Einrichtungen wie Inklusionsunternehmen und Sozialunternehmen ab. Es ist der SPD-Bundestagsfraktion ein besonderes Anliegen, diese in der Krise bestmöglich zu unterstützen und ihre Existenz für die Zukunft zu sichern. Die Zahlen verdeutlichen die Bedeutung: In Deutschland gibt es rund 900 Inklusionsbetriebe mit rund 30.000 Beschäftigten, davon rund 13.000 schwerbehinderte Menschen. Die nun beschlossenen Leistungen ergänzen schon zuvor geltende Maßnahmen, wie die fortgesetzte Gewährung von Zuschüssen trotz eingeschränkter Möglichkeit, Dienstleistungen anzubieten, Investitionskredite sowie Überbrückungshilfen.