Barbara Hendricks im Gespräch mit Bürgerinitiativen gegen den Kiesabbau

Barbara Hendricks im Gespräch mit Bürgerinitiativen gegen den Kiesabbau

Das Thema Kiesabbau am Niederrhein ist derzeit wieder in aller Munde. Nun traf sich die Kreis Klever SPD-Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks mit Vertreterinnen und Vertretern der Bürgerinitiativen EDEN und Zukunft Esserden in Rees um die Thematik zu diskutieren und mögliche Handlungsoptionen auszuloten.

Den Mitgliedern der Bürgerinitiativen war es zunächst wichtig zu betonen, dass sie keine grundsätzlichen Kiesgegner seien, ihnen aber der Erhalt der Landschaft am Niederrhein sowie das Thema Siedlungssicherheit wichtig sei. Die von der schwarz-gelben Landesregierung angestrebte Änderung des Landesentwicklungsplans sieht vor, dass der Versorgungszeitraum für den Abbau nichtenergetischer Rohstoffe von 20 auf 25 Jahre verlängert wird, was den Kiesunternehmen 25 % mehr Flächen zur Verfügung stellen würde. Zudem sei die Bedarfsermittlung dringend zu überarbeiten: momentan wird der Bedarf durch die Menge, die die Kiesindustrie in den vorangegangenen drei Jahren abgegraben hat, bestimmt. Somit erhält die Kiesindustrie letztendlich keine Mengenbeschränkung und auch dem Export großer Massen gerade hier am Unteren Niederrhein steht nichts entgegen. Im speziellen Fall der Reeser Welle gäbe es darüber hinaus gravierende Sicherheitsmängel, die insbesondere das hydrogeologische Gutachten der Kiesindustrie außer Acht lässt.

Die Vertreterinnen und Vertreter von EDEN und Zukunft Esserden zeigten sich enttäuscht darüber, dass weder der Kreis noch die CDU- und FDP-Landtagsabgeordneten die Anliegen und die Sorgen der Anwohner ernst nehmen würden. Trotz eines einstimmigen Beschlusses des Reeser Stadtrats, demzufolge keine weiteren Abgrabungen zur Kiesgewinnung mehr stattfinden sollen, kritisieren Zukunft Esserden und EDEN das Fehlen einer fachlich fundierten Stellungnahme seitens der Stadt Rees. Dies, obwohl die Reeser Bürgerinitiativen in Zusammenarbeit mit Fachingenieuren aus den Bereichen Hydrogeologie, Wasserbau und Tiefbau gravierende Punkte aus den Antragsunterlagen herausgearbeitet und benannt haben. Auf Kreisebene wird das Planfeststellungsverfahren derzeit unverändert vorangetrieben und ein eigenes, unabhängiges Gutachten bisher abgelehnt.

Barbara Hendricks zeigte großes Verständnis für die Sorgen der Bürgerinitiativen. Im konkreten Fall der Reeser Welle sei zunächst das Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens abzuwarten. Sollten die Abgrabungen genehmigt werden, sei der Klageweg der letzte Ausweg, so die SPD-Bundestagsabgeordnete. Zudem empfahl sie den Anwesenden, sich die Unterstützung der Naturschutz- und Umweltverbände zu sichern, zumal auch ausgewiesene Naturschutzflächen betroffen seien. Darüber hinaus sei ein Schulterschluss zwischen Ratsfraktionen und Bürgerinitiativen wichtig. Die anwesenden Vertreter der Reeser SPD, Ortsvereinsvorsitzender Karl van Uem und Fraktionsvorsitzender Peter Friedmann, sicherten noch an Ort und Stelle ihre Unterstützung zu.

Bezüglich der Änderung des Landesentwicklungsplans verwies Barbara Hendricks auf die Verantwortung der Landtagsabgeordneten der NRW-Regierungskoalition: „Günther Bergmann und Stephan Haupt sind am Zug!“, betonte sie. Zudem rief sie in Erinnerung, dass die NRW-Landesregierung lediglich über eine Ein-Stimmen-Mehrheit verfüge. Eine Gegenstimme einer der beiden Landtagsabgeordneten könne schon reichen, um die geplante Änderung zu kippen.

Barbara Hendricks zu Besuch in der Robert-Jungk-Gesamtschule in Aldekerk

Barbara Hendricks zu Besuch in der Robert-Jungk-Gesamtschule in Aldekerk

Ob Brexit, Europawahlen oder Urheberrechtsreform – das Thema Europa ist derzeit in aller Munde. Dass viele dieser Themen auch die jüngere Generation beschäftigen, zeigte sich beim Besuch von Barbara Hendricks in der Robert-Jungk-Gesamtschule am Standort Kerken-Aldekerk. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 löcherten die Abgeordnete mit durchdachten Fragen und bewiesen dabei Hintergrundwissen und großes Interesse an europapolitischen Themen.

„Die EU und der europäische Gedanke stehen derzeit unter Beschuss, vor allem von rechtspopulistischen Parteien im In- und Ausland. Umso mehr freue ich mich darüber, dass die Jugendlichen – auch wenn sie bei den Europawahlen noch nicht wahlberechtigt sind – die Bedeutung Europas kennen und schätzen“, so Barbara Hendricks.

Im Zuge des Schulbesuchs traf Barbara Hendricks sich auch mit Schulleiterin Regina Lingel-Moses, Abteilungsleiterin Ariane Latzberg und Schulpflegschaftsmitglied Yvonne Rottmann, um über die Entwicklungen der Schule am Standort Aldekerk zu sprechen. Stolz berichtete die Schulleiterin von dem großen Zuspruch, den die Schule von Eltern und Schülerinnen und Schülern gleichermaßen erhalte, was sich auch in den stets hohen Anmeldezahlen widerspiegele. Barbara Hendricks lobte die Kerkener Politik für ihr deutliches Bekenntnis für den Schulstandort, das mit großen Investitionen untermauert ist. Mit der neuen Sporthalle besichtigte Barbara Hendricks im Anschluss eines der großen Investitionsprojekte.

Barbara Hendricks zum Gemeindebesuch in Kerken

Barbara Hendricks zum Gemeindebesuch in Kerken

Im Zuge ihrer Reise durch den Kreis Kleve hat die SPD-Bundestagsabgeordnete kürzlich in Kerken Halt gemacht. Im Michael-Buyx-Haus traf sie sich mit Bürgermeister Dirk Möcking und Vertreterinnen und Vertretern der Ratsfraktionen. Gemeinsam sprachen sie über Themen, die die Gemeinde derzeit besonders beschäftigen. Neben dem Thema Niersexpress, der Reform der Grundsteuer und den Straßenausbaubeiträgen standen insbesondere die Fragen nach bezahlbarem Wohnraum und zur ärztlichen Versorgung im Vordergrund.

Wie vielerorts im ländlichen Raum mangelt es in Kerken an preiswertem Wohnraum, gerade für Alleinstehende, Paare oder kleine Familien. Barbara Hendricks erklärte, dass das Thema eine breitere Personengruppe betreffe als man häufig vermute: Die Einkommensgrenzen für einen Wohnberechtigungsschein seien so hoch, dass etwa 40 % der Bevölkerung ein theoretisches Anrecht darauf hätte – nur stünden dem lediglich ein Anteil von 8 % gefördertem Wohnraum gegenüber. Bürgermeister Dirk Möcking betonte, dass sich der Gemeinderat einig darüber sei, dass der Anteil an gefördertem Wohnraum in Kerken steigen müsse. Barbara Hendricks, die bis 2018 auch Bundesbauministerin war, berichtete, dass viele Kommunen gute Erfahrungen mit einem Mix aus gefördertem Wohnraum, frei finanziertem Wohnraum und Eigentumswohnungen gemacht hätten. Sie ermunterte die Anwesenden, sowohl bei gemeindeeigenen Grundstücken als auch gegenüber privaten Investoren offensiv eine solche Mischung vorzugeben.

Hinsichtlich der Ärzteversorgung herrschte Einigkeit, dass es kaum kurzfristige Lösungen für eine substanzielle Verbesserung der Situation geben könne. Das Stipendiumprogramm des Kreises sei zwar gut angelaufen, jedoch würde sich der Effekt erst in einigen Jahren zeigen. Andernorts gebe es bereits gute Erfahrungen mit angestellten Ärzten, die in bestehenden Praxen zu geringeren Stundenanteilen arbeiten. „Ob dies auch eine Lösung für Kerken sein kann, lässt sich nur zusammen mit den niedergelassenen Ärzten klären“, so Barbara Hendricks, die außerdem deutlich machte, dass die kassenärztliche Vereinigung jedenfalls flexibler sein müsse.

Foto v.l.n.r. BM Dirk Möcking, Patricia Gerlings-Hellmanns (BVK), Barbara Hendricks, Andreas Vallen (BVK), Uwe Priefert (SPD), Karl-Heinz Stenmans (CDU) und Markus Pakulat (SPD)

Krankenfahrten Schmitz: Barbara Hendricks besucht aufstrebendes Reeser Unternehmen

Krankenfahrten Schmitz: Barbara Hendricks besucht aufstrebendes Reeser Unternehmen

Kürzlich besuchte die Kreis Klever SPD-Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks im Rahmen ihres Gemeindebesuchs in Rees das aufstrebende Unternehmen Krankenfahrten Schmitz.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Beförderung von Personen, die aufgrund ihrer Erkrankung oder Einschränkung auf einen Rollstuhl oder eine Krankentrage angewiesen sind. Weil ein normales Taxi für die Bedürfnisse dieser Patienten nicht ausgestattet ist, mussten diese früher – zu hohen Kosten – durch den Rettungsdienst transportiert werden, wie Geschäftsführer Andreas Schmitz aus seiner früheren Tätigkeit als Rettungsassistent zu berichten weiß. Diese Lücke schloss er 2011 mit der Gründung seines Unternehmens.

„Gute Leistung ist die beste Werbung“, so Schmitz. Nach diesem Prinzip leitet er das Unternehmen: Die Mitarbeiter sind nicht ausschließlich Personenbeförderer, sondern ausgebildet und geschult in Erster Hilfe, dem Erkennen von Notfällen und im sensiblen Umgang mit den Patienten. Hierfür hat Schmitz gemeinsam mit einem Schulungsinstitut eigens ein Ausbildungsprogramm entwickelt, das speziell auf die Anforderungen im Krankentransport zugeschnitten ist. Die Fahrzeugflotte, die aus mittlerweile 30 hochmodernen Autos besteht, ist nach den neuesten Standards ausgestattet und unterliegt strengen Hygieneregeln. Der Einsatz zahlt sich aus: Inzwischen zählt das Unternehmen 60 Mitarbeiter und ist am ganzen Niederrhein, punktuell auch in ganz Deutschland oder gar im europäischen Ausland im Einsatz.

„Andreas Schmitz hat mit der Gründung von Krankenfahrten Schmitz einen guten Riecher bewiesen: Ein solches Angebot hat in der Krankenversorgung im Kreisgebiet lange gefehlt. Dass die Mitarbeiter die Patienten nicht ‚nur‘ von A nach B, sondern im Zweifel auch bis zur Liege in der Arztpraxis begleiten und die Fahrzeugflotte dabei höchsten Qualitäts- und vor allem Sicherheitsansprüchen gerecht wird, macht das Angebot umso attraktiver“, befand Barbara Hendricks, während sie sich von Andreas Schmitz die Funktionsweise der Transporter erklären ließ.

Dass Schmitz mit seinen Ideen am Puls der Zeit ist bewies er auch damit, dass er zu Beginn des Jahres in das Taxigeschäft einstieg: seit dem 1. Januar ist „Fahr mit Schmitz“ in Rees im Einsatz, seit dem 1. April auch in Kalkar.

Barbara Hendricks zu Besuch bei der Berns Gruppe

Barbara Hendricks zu Besuch bei der Berns Gruppe

Kürzlich besuchte Barbara Hendricks, SPD-Bundesabgebordnete für den Kreis Kleve, die Berns Gruppe in Kleve, die sich auf Gebäudetechnik- und Ausrüstung spezialisiert hat.

Im Gespräch mit den Geschäftsführern Jan Vierboom und Tom Vierboom informierte Barbara Hendricks sich über die Firma, die über 150 Mitarbeiter beschäftigt und im letzten Jahr einen Umsatz von 22 Millionen € erwirtschaftet hat.

Die Geschäftsführer Jan Vierboom und Tom Vierboom erläuterten das breitgefächerte Angebotsportfolio der Berns Gruppe: das Unternehmen untergliedert sich in die drei Teilsektoren Gebäudetechnik, Kälte/Klimatechnik und Bohr- und Sägetechnik. So war die Berns Gruppe unter anderem an der Gebäudetechnik des Klever Rathaus und des St.-Antonius-Hospital Kleve beteiligt.

Barbara Hendricks zeigte sich beeindruckt vom schnellen Wachstum und der hohen Ausbildungsrate des Unternehmens. Acht junge Menschen im 1. Lehrjahr bildet die Berns Gruppe zum Anlagemechaniker, Mechatroniker im Kältebereich sowie zum technischen Zeichner gegenwärtig aus, unter ihnen zwei Flüchtlinge. „Wir legen einen großen Wert auf die Ausbildung junger Menschen“, so Jan Vierboom. Die Berns Gruppe bemüht sich um gute Kontakte zu Schulen und ist mit der Anzahl der Bewerbungen, die regelmäßig eingehen, zufrieden. Dabei setzt das Unternehmen auf moderne Ausbildungsberufe, die auch in Zeiten der Digitalisierung zukunftsträchtig sind und sichere Arbeitsplätze bieten. „Wir wollen sie behalten“, so Jan Vierboom. „Ausbildung für uns“, sei das Motto des Unternehmens. Gerne würde man auch mehr Bewerbungen von jungen Frauen erhalten.

Das Unternehmen setzt auf eine umweltfreundliche Produktion und strebt eine Erweiterung an. In Zukunft soll verstärkt am Standort vorproduziert werden, sodass auf den jeweiligen Baustellen mit fertigen Modulen schneller gearbeitet werden kann. Gemeinsam mit den Geschäftsführern diskutierte Barbara Hendricks über den gegenwärtigen Fachkräftemangel, die Folgen des Klimawandels und der Verkehrssituation und wie eine zukünftige Mobilität am Niederrhein gestaltet werden kann.

Stippvisite in Berlin – Schülerinnen und Schüler der Joseph Beuys Gesamtschule Kleve haben Barbara Hendricks im Deutschen Bundestag besucht

Stippvisite in Berlin – Schülerinnen und Schüler der Joseph Beuys Gesamtschule Kleve haben Barbara Hendricks im Deutschen Bundestag besucht

Zwar war es nur eine kurze Auszeit vom Schulalltag, aber die hatte es in sich: Für drei Tage ist der Oberstufenkurs Sozialwissenschaften der Joseph Beuys Gesamtschule Kleve ins politische Berlin gefahren, um sich den Parlamentsbetrieb genauer anzuschauen und die Kreis Klever SPD-Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks zu treffen.

Die einstündige Veranstaltung bot ausreichend Zeit, ein breites Themenfeld zu diskutieren und viele der Jugendlichen zu Wort kommen zu lassen. Neben Fragen rund um die Große Koalition, den Umbruch im Parteiensystem und den Umgang mit Populismus, lag den Schülerinnen und Schülern der Klimaschutz besonders am Herzen. So informierten sich die gut vorbereiteten Oberstufenschüler über die Zukunft der Elektromobilität und den Umstieg auf eine dezentrale Energieversorgung. Als ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet stand Barbara Hendricks hier Rede und Antwort.

Auf die Frage wie man denn Bundestagsabgeordnete werden könne, antwortete die ehemalige Ministerin: „Zwar freuen sich die Parteien über Nachwuchs, aber zunächst einmal ist es wichtig, sich schon als junger Mensch über die eigenen Verpflichtungen hinaus zu engagieren. Ob man das im Sportverein, im sozialen Bereich oder auch in der Schule tut, spielt dabei keine Rolle. Man muss den Umgang mit Menschen lieben und bereit sein, Verantwortung zu übernehmen.“

Zum Programm gehörten neben dem Gespräch mit der Abgeordneten auch ein Vortrag im Plenarsaal zur Arbeitsweise des Parlaments und eine Besichtigung der Dachterrasse des Reichstagsgebäudes.