Stippvisite in Berlin – Schülerinnen und Schüler der Joseph Beuys Gesamtschule Kleve haben Barbara Hendricks im Deutschen Bundestag besucht

Stippvisite in Berlin – Schülerinnen und Schüler der Joseph Beuys Gesamtschule Kleve haben Barbara Hendricks im Deutschen Bundestag besucht

Zwar war es nur eine kurze Auszeit vom Schulalltag, aber die hatte es in sich: Für drei Tage ist der Oberstufenkurs Sozialwissenschaften der Joseph Beuys Gesamtschule Kleve ins politische Berlin gefahren, um sich den Parlamentsbetrieb genauer anzuschauen und die Kreis Klever SPD-Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks zu treffen.

Die einstündige Veranstaltung bot ausreichend Zeit, ein breites Themenfeld zu diskutieren und viele der Jugendlichen zu Wort kommen zu lassen. Neben Fragen rund um die Große Koalition, den Umbruch im Parteiensystem und den Umgang mit Populismus, lag den Schülerinnen und Schülern der Klimaschutz besonders am Herzen. So informierten sich die gut vorbereiteten Oberstufenschüler über die Zukunft der Elektromobilität und den Umstieg auf eine dezentrale Energieversorgung. Als ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet stand Barbara Hendricks hier Rede und Antwort.

Auf die Frage wie man denn Bundestagsabgeordnete werden könne, antwortete die ehemalige Ministerin: „Zwar freuen sich die Parteien über Nachwuchs, aber zunächst einmal ist es wichtig, sich schon als junger Mensch über die eigenen Verpflichtungen hinaus zu engagieren. Ob man das im Sportverein, im sozialen Bereich oder auch in der Schule tut, spielt dabei keine Rolle. Man muss den Umgang mit Menschen lieben und bereit sein, Verantwortung zu übernehmen.“

Zum Programm gehörten neben dem Gespräch mit der Abgeordneten auch ein Vortrag im Plenarsaal zur Arbeitsweise des Parlaments und eine Besichtigung der Dachterrasse des Reichstagsgebäudes.

Maler und Kunstpädagoge Paul Wans besucht mit seinen Schülerinnen und Schülern Barbara Hendricks in Berlin

Maler und Kunstpädagoge Paul Wans besucht mit seinen Schülerinnen und Schülern Barbara Hendricks in Berlin

Gemeinsam mit den Redakteurinnen und Redakteuren des Schülermagazins Denkpause unternahm der Kevelaerer Künstler Paul Wans kurz vor den Sommerferien eine Reise in die Bundeshauptstadt. Die Schülerinnen und Schüler des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums hatten hier die Gelegenheit, für die kommende Ausgabe ein Interview mit der Kreis Klever SPD-Abgeordneten Barbara Hendricks im Deutschen Bundestag zu führen.

So erkundigten sich die Kevelaerer nach den größten Herausforderungen und Erfolgen der ehemaligen Bundesumweltministerin und hakten genau nach bei Themen wie Klimawandel, Zukunft der Mobilität und Erneuerbare Energien. Als ausgewiesene Expertin in diesen Bereichen stand Barbara Hendricks den angehenden Journalistinnen und Journalisten Rede und Antwort.

Neben dem Besuch im Deutschen Bundestag, der noch von einer Teilnahme an einer Plenardebatte abgerundet wurde, standen noch weitere spannende Programmpunkte mit journalistischem Schwerpunkt auf dem Plan. Während der viertägigen Fahrt besuchte die Gruppe auch das ZDF-Morgenmagazin und das Axel-Springer-Hochhaus samt Führung durch den Creative Director des TV-Senders Welt.

Das Schülermagazin Denkpause besteht bereits seit über 20 Jahren, erscheint viermal im Jahr und wird von den Jungjournalistinnen und Jungjournalisten komplett in Eigenregie verfasst und publiziert. Die Denkpause zeichnet ein vielfältiges Themenspektrum und eine professionelle Gestaltung aus. Das Interview mit der SPD-Abgeordneten wird dann in der kommenden Ausgabe zu lesen sein.

(Bildunterschrift: Barbara Hendricks mit den Macherinnen und Machern des Schülermagazins „Denkpause“ und Paul Wans im Deutschen Bundestag)

Austausch zur Zukunft der Bahnstrecke Kleve/Krefeld

Austausch zur Zukunft der Bahnstrecke Kleve/Krefeld

Die SPD-Bundestagsabgeordneten für die Kreise Kleve und Viersen, Dr. Barbara Hendricks und Udo Schiefner, trafen sich in dieser Woche mit dem DB-Konzernbevollmächtigten für das Land Nordrhein-Westfalen, Werner Lübberink, um sich über die Modernisierung der Bahnstrecke zwischen Kleve und Krefeld auszutauschen. So wurde angeregt, Planungen zur Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik, also der Signale, Weichen und Bahnübergänge, zügig anzustoßen, um so perspektivisch die Verfügbarkeit und Qualität dieser Strecke zu erhöhen.

Alle Teilnehmer des Gesprächs begrüßen ausdrücklich, dass der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) beabsichtigt, bei der anstehenden Ausschreibung im Herbst dieses Jahres alternative und umweltfreundliche Antriebe von den Eisenbahnverkehrsunternehmen einzufordern. Dazu gehören sowohl der Brennstoffzellenantrieb als auch Hybrid-Konzepte mit Oberleitungs- und Batterietechnik.

Die Abgeordneten halten dies für zielführender und kurzfristiger umsetzbar als eine wünschenswerte Elektrifizierung der gesamten Strecke oder ein durchgängig zweigleisiger Ausbau. Dies würde nämlich bedeuten, dass vollständig neues Baurecht geschaffen werden müsste. Barbara Hendricks: “Es kommt darauf an, umweltfreundliche, lärmarme Technik so früh als möglich einzusetzen.“ „Mit neuer Leit- und Sicherheitstechnik können Taktung und Pünktlichkeit erheblich verbessert werden“, ergänzt Schiefner.

Die beiden Abgeordneten werden das Gespräch mit der DB AG zusammen mit dem VRR im Herbst fortsetzen.

(Foto: Christian Tysl, v.l.n.r.: Udo Schiefner, Barbara Hendricks und Werner Lübberink)

Kreisarchiv in Geldern

Kreisarchiv in Geldern

Auch wenn ich heutzutage leider nur noch selten dazu komme, finde ich es als Historikerin immer spannend, in alten Dokumenten zu stöbern. So habe ich mich ganz besonders darüber gefreut, kürzlich auf Einladung von Landrat Wolfgang Spreen und gemeinsam mit Kreisarchivarin Dr. Beate Sturm die neuen Magazinräume des Kreisarchivs in Geldern besuchen zu dürfen.

In den hochmodernen Magazinräumen, die klimatisch, brandtechnisch und sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand sind, lagern knapp 2,6 Kilometer Archivalien in rund 16.000 Archivkartons. Zusammengerechnet wiegt das Archivgut etwa 70 Tonnen.

Einige ausgewählte Schriftstücke, wie eine 665 Jahre alten Urkunde einer Schuldverschreibung von Graf Johann von Kleve und Planunterlagen des Schnellen Brüters aus den Jahren 1973 bis 1984 (die mich als ehemalige Bundesministerin für Reaktorsicherheit natürlich besonders interessierten), konnte ich mir näher anschauen. Auch mich selbst habe ich an der ein oder anderen Stelle wiedergefunden.

Ein ausgesprochen lohnender Besuch!

(Foto: Kreis Kleve)

Zu Besuch im SOS-Kinderdorf Niederrhein

Zu Besuch im SOS-Kinderdorf Niederrhein

Nachdem ich schon länger nicht mehr dort gewesen war, habe ich kürzlich das SOS-Kinderdorf Niederrhein in Kleve besucht. Beim Rundgang auf dem Areal in der Klever Unterstadt und beim Besuch des Kinderdorfes in Kleve-Materborn war ich erneut beeindruckt von der Vielfalt der Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien, die dort angeboten werden. Man merkt sofort: hier wird sich gekümmert. Der Mensch und seine individuelle Lebenssituation stehen im Mittelpunkt. Die pädagogischen Fachkräfte sind engagiert und mit vollem Einsatz bei der Sache.

Das SOS-Kinderdorf Niederrhein mit 300 Beschäftigen setzt sich an mehr als zehn Standorten im Kreis Kleve für 2.500 Kinder, Jugendliche und Familien ein. Peter Schönrock, Einrichtungsleiter beim SOS-Kinderdorf Niederrhein, erläuterte während meines Besuchs, dass insbesondere Alleinerziehende und Mehrkindfamilien zunehmend unter Druck stünden. Es fehlen ausreichende Betreuungsangebote. Längere Öffnungszeiten bei Kitas oder genügend Plätze im offenen Ganztag sind zwingende Voraussetzung, damit Eltern einem Beruf nachgehen können.

Der Kreis Kleve hat landesweit eine der höchsten Quoten der Alleinerziehenden im Arbeitslosengeld II-Bezug. Umso wichtiger ist es, dass das SOS-Kinderdorf Niederrhein zahlreiche Hilfen aus einer Hand anbietet – von der Kitabetreuung über berufliche Ausbildungs- und Umschulungsangebote bis hin zur ambulanten und stationären Betreuung -, um Kinder, Jugendliche und Familien umfassend und individuell zu unterstützen.

Mein Besuch beim SOS-Kinderdorf Niederrhein hat mich darin bestätigt, dass wir uns auf allen politischen Ebenen für bessere Rahmenbedingungen einsetzen müssen, um Bildungschancen zu verbessern, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und gesundes Aufwachsen zu fördern. Die Stärkung von Kinderrechten zählt ebenso dazu wie weitere Investitionen in gute Bildungs- und Betreuungsinfrastrukturen.

Foto: Gaby Heiming (stellvertretende Einrichtungsleiterin), Barbara Hendricks MdB, Peter Schönrock (Einrichtungsleiter SOS-Kinderdorf Niederrhein)

Bildnachweis: @SOS-Kinderdorf Niederrhein

Hendricks und Schiefner konkretisieren Forderungen zur Bahnstrecke Düsseldorf-Kleve

Wege, wie die Bahnstrecke Düsseldorf – Kleve (RE 10 – „Niers-Express“) modernisiert werden kann, zeigen die Bundestagsabgeordneten Dr. Barbara Hendricks und Udo Schiefner auf. Gemeinsam mit weiteren Parlamentariern und Vertretern der Region hatten sie ihre Forderung gegenüber den relevanten Entscheidungsträgern vorgebracht. Die dabei geforderte nachhaltige Verbesserung der Bahnstrecke unterstützen die SPD-Politiker ausdrücklich. Hendricks und Schiefner bringen aber deutlich weitergehende Lösungsansätze ins Spiel.

Die Elektrifizierung der gesamten Strecke sei zwar wünschenswert, zukunftsweisender sei es jedoch, z.B. auf Brennstoffzellenzüge zu setzen. „In Niedersachen werden bereits vierzehn Wasserstoffzüge beschafft. Sie sind leise, emissionsarm und erfordern keine aufwendige und teure Installation von Oberleitungen. Bund und Land geben Gelder dazu“, erläutert Hendricks. „Spätestens 2025 könnten wir dies durchsetzen. Dann werden nämlich die Fahrleistungen neu ausgeschrieben und die Verkehrsträger sollten dann den Einsatz solcher Züge zur Bedingung machen.“

„Wir dürfen nicht vergessen, dass der Streckenabschnitt Kleve/Geldern zwar bis ´45 zweigleisig ausgebaut war, ein Ausbau jetzt aber einem Neubau gleich käme. Alle heutigen Normen, wie der Gleisabstand, wären einzuhalten, das total überalterte Signal- und Weichenwerk müssten erneuert werden und ein komplettes Baurechtsverfahren wäre durchzuführen. Bei der dichten Bebauung in den Städten ist das nicht umsetzbar, schon gar nicht in naher Zukunft“, zweifelt Schiefner.

Ein kompletter zweigleisiger Ausbau der Strecke Geldern-Kleve erscheint den Bundestagsabgeordneten daher kaum zu realisieren. Hohe Kosten und fehlende Flächen auf den Stadtgebieten Gelderns, Kevelaers und Gochs sprächen dafür, Abschnitte in unbewohntem Gebiet zu prüfen. Das bisherige Gleis muss dadurch entlastet und eine mindestens halbstündige Taktung garantiert werden.