Kreisarchiv in Geldern

Kreisarchiv in Geldern

Auch wenn ich heutzutage leider nur noch selten dazu komme, finde ich es als Historikerin immer spannend, in alten Dokumenten zu stöbern. So habe ich mich ganz besonders darüber gefreut, kürzlich auf Einladung von Landrat Wolfgang Spreen und gemeinsam mit Kreisarchivarin Dr. Beate Sturm die neuen Magazinräume des Kreisarchivs in Geldern besuchen zu dürfen.

In den hochmodernen Magazinräumen, die klimatisch, brandtechnisch und sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand sind, lagern knapp 2,6 Kilometer Archivalien in rund 16.000 Archivkartons. Zusammengerechnet wiegt das Archivgut etwa 70 Tonnen.

Einige ausgewählte Schriftstücke, wie eine 665 Jahre alten Urkunde einer Schuldverschreibung von Graf Johann von Kleve und Planunterlagen des Schnellen Brüters aus den Jahren 1973 bis 1984 (die mich als ehemalige Bundesministerin für Reaktorsicherheit natürlich besonders interessierten), konnte ich mir näher anschauen. Auch mich selbst habe ich an der ein oder anderen Stelle wiedergefunden.

Ein ausgesprochen lohnender Besuch!

(Foto: Kreis Kleve)

Zu Besuch im SOS-Kinderdorf Niederrhein

Zu Besuch im SOS-Kinderdorf Niederrhein

Nachdem ich schon länger nicht mehr dort gewesen war, habe ich kürzlich das SOS-Kinderdorf Niederrhein in Kleve besucht. Beim Rundgang auf dem Areal in der Klever Unterstadt und beim Besuch des Kinderdorfes in Kleve-Materborn war ich erneut beeindruckt von der Vielfalt der Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien, die dort angeboten werden. Man merkt sofort: hier wird sich gekümmert. Der Mensch und seine individuelle Lebenssituation stehen im Mittelpunkt. Die pädagogischen Fachkräfte sind engagiert und mit vollem Einsatz bei der Sache.

Das SOS-Kinderdorf Niederrhein mit 300 Beschäftigen setzt sich an mehr als zehn Standorten im Kreis Kleve für 2.500 Kinder, Jugendliche und Familien ein. Peter Schönrock, Einrichtungsleiter beim SOS-Kinderdorf Niederrhein, erläuterte während meines Besuchs, dass insbesondere Alleinerziehende und Mehrkindfamilien zunehmend unter Druck stünden. Es fehlen ausreichende Betreuungsangebote. Längere Öffnungszeiten bei Kitas oder genügend Plätze im offenen Ganztag sind zwingende Voraussetzung, damit Eltern einem Beruf nachgehen können.

Der Kreis Kleve hat landesweit eine der höchsten Quoten der Alleinerziehenden im Arbeitslosengeld II-Bezug. Umso wichtiger ist es, dass das SOS-Kinderdorf Niederrhein zahlreiche Hilfen aus einer Hand anbietet – von der Kitabetreuung über berufliche Ausbildungs- und Umschulungsangebote bis hin zur ambulanten und stationären Betreuung -, um Kinder, Jugendliche und Familien umfassend und individuell zu unterstützen.

Mein Besuch beim SOS-Kinderdorf Niederrhein hat mich darin bestätigt, dass wir uns auf allen politischen Ebenen für bessere Rahmenbedingungen einsetzen müssen, um Bildungschancen zu verbessern, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und gesundes Aufwachsen zu fördern. Die Stärkung von Kinderrechten zählt ebenso dazu wie weitere Investitionen in gute Bildungs- und Betreuungsinfrastrukturen.

Foto: Gaby Heiming (stellvertretende Einrichtungsleiterin), Barbara Hendricks MdB, Peter Schönrock (Einrichtungsleiter SOS-Kinderdorf Niederrhein)

Bildnachweis: @SOS-Kinderdorf Niederrhein

Hendricks und Schiefner konkretisieren Forderungen zur Bahnstrecke Düsseldorf-Kleve

Wege, wie die Bahnstrecke Düsseldorf – Kleve (RE 10 – „Niers-Express“) modernisiert werden kann, zeigen die Bundestagsabgeordneten Dr. Barbara Hendricks und Udo Schiefner auf. Gemeinsam mit weiteren Parlamentariern und Vertretern der Region hatten sie ihre Forderung gegenüber den relevanten Entscheidungsträgern vorgebracht. Die dabei geforderte nachhaltige Verbesserung der Bahnstrecke unterstützen die SPD-Politiker ausdrücklich. Hendricks und Schiefner bringen aber deutlich weitergehende Lösungsansätze ins Spiel.

Die Elektrifizierung der gesamten Strecke sei zwar wünschenswert, zukunftsweisender sei es jedoch, z.B. auf Brennstoffzellenzüge zu setzen. „In Niedersachen werden bereits vierzehn Wasserstoffzüge beschafft. Sie sind leise, emissionsarm und erfordern keine aufwendige und teure Installation von Oberleitungen. Bund und Land geben Gelder dazu“, erläutert Hendricks. „Spätestens 2025 könnten wir dies durchsetzen. Dann werden nämlich die Fahrleistungen neu ausgeschrieben und die Verkehrsträger sollten dann den Einsatz solcher Züge zur Bedingung machen.“

„Wir dürfen nicht vergessen, dass der Streckenabschnitt Kleve/Geldern zwar bis ´45 zweigleisig ausgebaut war, ein Ausbau jetzt aber einem Neubau gleich käme. Alle heutigen Normen, wie der Gleisabstand, wären einzuhalten, das total überalterte Signal- und Weichenwerk müssten erneuert werden und ein komplettes Baurechtsverfahren wäre durchzuführen. Bei der dichten Bebauung in den Städten ist das nicht umsetzbar, schon gar nicht in naher Zukunft“, zweifelt Schiefner.

Ein kompletter zweigleisiger Ausbau der Strecke Geldern-Kleve erscheint den Bundestagsabgeordneten daher kaum zu realisieren. Hohe Kosten und fehlende Flächen auf den Stadtgebieten Gelderns, Kevelaers und Gochs sprächen dafür, Abschnitte in unbewohntem Gebiet zu prüfen. Das bisherige Gleis muss dadurch entlastet und eine mindestens halbstündige Taktung garantiert werden.

Betuwe-Gipfel in Emmerich-Elten

Schon seit Jahren beschäftigt der dreigleisige Ausbau der Betuwe-Linie die Bürgerinnen und Bürger entlang der Trasse – bis heute hat das Thema nichts von seiner Bisanz verloren.

Am vergangenen Samstag nahm ich auf Einladung der Bürgerinitiative „Rettet den Eltenberg“ an einem Gespräch in Elten teil. Gemeinsam mit weiteren Vertretern aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik sprachen wir über Möglichkeiten einer Lösung für die verfahrene Situation vor Ort.

Ich bin der Ansicht, dass die Stadt sich dahingehend äußern sollte, die beiden Verfahren von Betuwe und Straßen NRW zusammenzulegen. Das würde die Sache einfacher machen. Auch bin ich der Meinung, dass die Stadt Emmerich sich nicht vom Konsens abschrecken lassen sollte. Hier sollte die Stadt mutiger sein und sich nicht von der Drohung über die Zahlung von 14 oder 17 Millionen Euro einschüchtern lassen. Bis abgerechnet werde, würden mindestens zehn bis zwölf Jahre vergehen, bis dahin kann sich die Rechtslage wieder geändert haben.

Die Planungen sind mittlerweile so weit fortgeschritten, dass jede wesentliche Änderung schwer durchzusetzen sein wird. Dennoch werden meine Abgeordnetenkollegen und ich auch weiterhin alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen, um auf die Planungen einzuwirken.

Verleihung „Grenzland-Europäer“ in Nijmegen

Wer wie ich in Kleve aufgewachsen ist, hat die Wichtigkeit von grenzüberschreitender Freundschaft und Zusammenarbeit schon von frühester Jugend an verinnerlicht. Nicht zuletzt deshalb ist mir das Thema Europa immer schon ein besonderes Anliegen gewesen. Deshalb ist es mir eine besondere Ehre, dass ich am 9. Mai – dem Europatag – mit der Ehrennadel „Grenzland-Europäerin 2018“ der Sozialdemokraten in Nijmegen, Berg en Dal, Krankenburg und Kleve ausgezeichnet wurde. Besonders gefreut habe ich mich über die Gratulation von Frans Timmermans, Vize-Vorsitzender der Europäischen Union, der meine politische Arbeit der vergangenen Jahre gewürdigt hat.

Politik hautnah – Praktikum im Abgeordnetenbüro von Barbara Hendricks

Politik hautnah – Praktikum im Abgeordnetenbüro von Barbara Hendricks

Seit Anfang Mai absolviert der Physikstudent Peter Wolters (21) aus Kalkar ein Praktikum im Bundestagsbüro von Barbara Hendricks. Hier konnte er vielseitige Eindrücke und Erfahrungen sammeln und sich einen ersten Überblick über die unterschiedlichen Bereiche der Bundespolitik verschaffen.

So bietet die SPD-Bundestagsfraktion viele Veranstaltungen im Rahmen ihres Praktikantenprogramms an, an denen Peter bereits teilgenommen hat. Dort gab es spannende Diskussionen mit anderen SPD-Abgeordneten sowie Praktikantinnen und Praktikanten. Mit dem Bundestagsabgeordneten Karl-Heinz Brunner wurde beispielsweise über Wege der Abrüstung und die aktuelle Iranpolitik diskutiert. Perspektiven und Herausforderungen der Arbeitsmarkt-, Familien- und Sozialpolitik wurden in einem Gespräch mit der SPD-Politikerin und Sprecherin für Arbeit und Soziales Katja Mast erläutert. Wie die Entwicklungspolitik in der Großen Koalition aussieht, beleuchtete die Bundestagsabgeordnete Gabi Weber. „Mich hat es sehr erfreut, dass in den konstruktiven Diskussionen kein einseitiger Informationsfluss stattgefunden hat. Wir Praktikanten hatten stets die Möglichkeit, unsere eigene Meinung einzubringen, auf welche die Abgeordneten gerne eingingen“, so Peter. Zusätzlich erhielt der Praktikant aus Kalkar durch den Besuch von Ausschuss- und Plenarsitzungen Einblicke in die Arbeitsabläufe des Deutschen Bundestages und konnte Politikerinnen und Politiker hautnah erleben.

Neben den diversen Veranstaltungen lernte Peter auch die ganz alltäglichen Aufgaben eines Abgeordnetenbüros genauer kennen – wie zum Beispiel das Verfassen von Pressemitteilungen und das Beantworten von Bürgeranfragen. „Der Alltag im Büro ist sehr abwechslungsreich und spannend. Durch die dauerhafte Konfrontation mit neuen Themen, hat man stets die Möglichkeit, neue Dinge zu lernen. Ich kann jedem politikinteressierten Menschen nur empfehlen, sich für ein Praktikum im Deutschen Bundestag zu bewerben. Die Einblicke helfen einem sehr, politische Prozesse besser zu verstehen“, sagte Peter über seine Zeit im politischen Berlin.

(Bild: Barbara Hendricks mit dem Praktikanten Peter Wolters auf der Dachterrasse des Jakob-Kaiser-Hauses)