Deutschland nimmt Geflüchtete aus Griechenland auf

Die Aufnahme von mindestens 350 geflüchteten Personen von den griechischen Inseln kann endlich beginnen: Nachdem der Koalitionsausschuss bereits am 8. März beschlossen hatte, Griechenland bei der schwierigen humanitären Lage zu unterstützen, werden voraussichtlich in der nächsten Woche die ersten fünfzig unbegleiteten Minderjährigen nach Deutschland geholt werden. Dies berichtet Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Kleve.

„Es war ein wichtiges Anliegen der SPD-Bundestagsfraktion, dass Deutschland mit gutem Beispiel vorangeht und wir die Geflüchteten so schnell wie möglich aufnehmen. Den Koalitionspartner davon zu überzeugen war ein Kraftakt und ich bin froh, dass es uns gelungen ist“, so Barbara Hendricks. Auf eine konkrete Zusage zur Aufnahme durch andere Staaten und auf die Klärung aller Detailfragen auf EU-Ebene zu warten hätte zu viel wertvolle Zeit gekostet, die die Lage auf den griechischen Inseln weiter verschärft hätte.

Deutschland wird mindestens 350 Personen aufnehmen, vorwiegend behandlungsbedürftige Kinder einschließlich ihrer Kernfamilien oder unbegleitete Minderjährige. Nach ihrer Ankunft in Deutschland werden diese Personen zunächst in eine zweiwöchige Quarantäne kommen, um eine weitere Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern.

„Die Situation in den griechischen Lagern ist in vielerlei Hinsicht eine humanitäre Katastrophe. Es ist wichtig und richtig, dass wir ein Zeichen setzen und unserer humanitären Verantwortung gerecht werden, auch in Zeiten von Corona“, so Barbara Hendricks. Es sei zu hoffen, dass nun weitere EU-Staaten neben Luxemburg dem deutschen Beispiel folgen und ihre grundsätzlichen Zusagen zeitnah erfüllen.

Schülerinnen der Liebfrauenschule Geldern besuchen Berlin

Schülerinnen der Liebfrauenschule Geldern besuchen Berlin

Kurz vor ihrer Abreise zu einer Wahlkampfkundgebung mit Martin Schulz traf sich Barbara Hendricks, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve, mit knapp 100 Schülerinnen der Liebfrauenschule im Deutschen Bundestag. In entspannter Atmosphäre stand Bundesumweltministerin Hendricks den Berlin-Besucherinnen aus ihrer Heimat Rede und Antwort zu vielen Themen, die den Wahlkampf und das aktuelle Zeitgeschehen bestimmen. Schnell wurde klar, wie sehr sich junge Menschen für Fragen der sozialen Gerechtigkeit interessieren. Aber auch internationale Themen, wie Migration, Nordkorea und der mögliche Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Klimaabkommen von Paris brannten den Schülerinnen unter den Nägeln.

Auf die Frage wie man denn Bundestagsabgeordnete werden könne, antwortete die Ministerin: „Zwar freuen sich die Parteien über Nachwuchs, aber zunächst einmal ist es wichtig, sich schon als junger Mensch über die eigenen Verpflichtungen hinaus zu engagieren. Ob man das im Sportverein, im sozialen Bereich oder auch in der Schule tut, spielt dabei keine Rolle. Man muss den Umgang mit Menschen lieben und bereit sein, Verantwortung zu übernehmen.“

Mit Bus und Bahn erkundeten die Zehntklässlerinnen gemeinsam mit Ihren Lehrerinnen und Lehrern die Bundeshauptstadt und erlebten ein abwechslungsreiches und spannendes Programm rund um die bewegte Geschichte Berlins. Das Jüdische Museum und die Gedenkstätten Hohenschönhausen und Berliner Mauer werden den Niederrheinerinnen und Niederrheinern wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Abgerundet wurde die fünftägige Stufenfahrt mit einer ausgedehnten Shopping-Tour über den „Ku´damm“ und einem Besuch des angesagten Musikclubs Matrix.